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Bands wollen Marktplatz verzaubern

Konzertreihe Bands wollen Marktplatz verzaubern

Sechs Musikgruppen aus der Region werden donnerstags jeweils von 18 bis 22 Uhr das Publikum auf dem Gladenbacher Marktplatz unterhalten.

Gladenbach. Günter Euler, Geschäftsführer der Kur- und Freizeitgesellschaft Gladenbach (KFG), erinnerte gestern bei der Vorstellung des Programms an die erfolgreichen Konzerte der vergangenen drei Jahre. Veranstalter sind wieder Norbert und Christa Becker, Inhaber des Hotels und Restaurants „Zum Treppche“, in Zusammenarbeit mit der KFG.

Euler freute sich über die stetig steigenden Besucherzahlen und an und hob die gute Stimmung hervor. Die Konzertreihe sei derart erfolgreich und etabliert, dass man das Gefühl habe „Donnerstags in Gladenbach“ gebe es schon ewig. Für viele seien die Konzerte auf dem Marktplatz eine Art After-Work-Party. „Was wir uns für dieses Jahr wünschen ist Kirschenmarktwetter“, sagte Euler.

Dass Gruppen aus der Region aufspielten, sei eines der Erfolgsgeheimnisse, vermutet Norbert Becker. „Wir wollen die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr fortsetzen“, kündigte er an. Er beschrieb die Besonderheit der Veranstaltung: „Normalerweise beginnen andere Abendveranstaltungen und Feste in dieser Jahreszeit erst um 22 Uhr, wir beginnen schon um 18 Uhr und hören um 22 Uhr auf.“ Dann leere sich der Marktplatz und das Publikum fülle gut gelaunt die umliegenden Restaurants, Gaststätten und Eisdielen. „Außerdem finden die Konzerte mitten in der Woche statt, und es funktioniert trotzdem. Sponsoren unterstützen die Veranstaltung. Das sei wichtig, weil die Konzertreihe unter freiem Himmel auch Risiken berge, erklärt der Initiator.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenlos. Lediglich ein Festival-Becher, der für 3,50 Euro erworben werden kann, wird benötigt, um sich mit den gewünschten Getränken zu versorgen. Die Becher aus dem vergangenen Jahr sind als „Eintrittskarte“ nicht mehr gültig. Es gelten nur die neuen Becher mit dem Aufdruck 2013. Es sei aber nicht verpflichtend, den Becher zu kaufen, auch wer zuhören möchte, ohne etwas zu trinken, sei willkommen, sagt Norbert Becker.

Alfred Junker von der Brauerei Bosch erinnert gestern an ähnliche Veranstaltungen im Siegerland und Wittgensteiner Land, die sehr erfolgreich verliefen. „Es ist schön, dass das Konzept auch in Gladenbach greift“, sagte er. Nach seiner Beobachtung gibt es viele Konzertfreunde, die sowohl in Bad Laasphe als auch in Gladenbach zu Gast sind.

Für das kulinarische Angebot ist diesmal der Gladenbacher Sportclub verantwortlich. Seit dem vergangenen Jahr verfahre man so, erinnert Norbert Becker. Damals übernahm diese Aufgabe der MGV Gladenbach. Die Vereine könnten sich auf diese Weise ein Zubrot verdienen. So leiste man einen Beitrag zur Vereinsförderung, betonte Becker.

In der Nähe der Bushaltestelle soll wieder die Aktionsbühne aufgebaut werden. Während der vier Konzerte wird ein Teil des Marktplatzes gesperrt, je nach Bedarf mehr oder weniger.

Johannes Tunyogi-Csapó, vom Konzert-Organisationsteam stellte die Bands vor: „A4 Siegerland und Gordon‘s Dry Selection sind stilistisch etwas breiter aufgestellt, die übrigen Gruppen sind spezialisiert auf ihre eigene Musikrichtung“, erklärte er. A4 Siegerland spielt am kommenden Donnerstag, in der nächsten Woche unterhält die Weidenhäuser Band „Gordons Dry Selection“ die Konzertbesucher. Wer auf „satten Blues“ stehe, der komme am 1. August auf seine Kosten, dann gastiere nämlich Diego‘s Bluesband erstmals in Gladenbach, kündigt er an.

Zweite Band des Abends sind die Boptowncats. „Sie werden puren Rock`n Roll präsentieren“, kündigt Tunyogi-Csapó an. Der Gitarrist und Sänger wird selbst mit seiner Band John Cordi am 8. August auftreten und sowohl bekannte als auch eigene Songs vortragen.

Zweite Band des Abends ist dann „Big Food“ die sich dem Rock der 70er-Jahre verschrieben hat. Auch Johannes Tunyogi-Csapó hat eine Erklärung für den Erfolg der Gladenbacher Konzertreihe unter freiem Himmel: Das Interesse an Live-Auftritten sei gestiegen. „Die Leute sind MP3-verseucht und stehen vermehrt auf handgemachte Musik.“

Sowohl beim Publikum als auch bei den Musikern komme das Ambiente in Gladenbach gut an, „Hier stimmt alles, von der Atmosphäre bis hin zur Organisation“, sagte Tunyogi-Csapó.

von Hartmut Berge

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