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Ball-Charakter löst heiße Bewegung ab

Tanzgala Ball-Charakter löst heiße Bewegung ab

Bei der Tanzgala in Gladenbach neue Wege beschreiten. Nicht S-Latein-, sondern A-Standard-Tänzer wetteifern um den Kirschenmarktpokal.

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S-Latein ist frech und aufregend sexy. Die Paare stellen eine tänzerische Kommunikation untereinander her wie Thilo Nast und Svenja Madelaine Riepen beim Tanzturnier 2015 im Haus des 
Gastes.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Diesmal wird bei der Tanzgala weitaus weniger Haut gezeigt als sonst. Es wird festlich: In bodenlangen Tanzroben und in Fräcken werden die Tanzpaare ihr Können zeigen. Vermutlich werden auch zwei Tanzpaare der TSG Marburg im Haus des Gastes am Turnier teilnehmen.

„Das Outfit der Tänzer hat mehr Ball-Charakter“, sagt Lia Pabst-Gun, die bei der TSG Marburg als Trainerin für den Turniersport verantwortlich ist. Und sie verspricht: „Es wird ein Erlebnis, den Tänzern zuzuschauen.“

Zuschauer können in den Pausen aufs Parkett

Die Karteninhaber der Tanzgala 2016 erhielten kürzlich Post. Die SEB (Stadtmarketing-Energie-Bäder) informierte sie darüber, dass sich das Konzept der Tanzgala geändert hat. Es werden nicht mehr S-Latein-Tanzpaare über das Parkett schreiten, sondern 
A-Standard-Tänzer. Es ist ein Versuch der Stadt Gladenbach und des Turnierausrichters, die TSG Marburg, wieder mehr Tanzpaare in die Hinterlandkommune zu holen.

Das eigentliche Konzept der Tanzgala hat sich aber bewährt und soll nicht verändert werden. Das heißt, die Tanzpaare 
werden gegeneinander antreten, das Publikum kann die 
Eleganz der Tänzer bewundern und dazu dinieren. In den 
 Pausen können die Zuschauer dann selbst aufs Parkett und zu Live-Musik tanzen.

Wer A-Standard tanzt, der habe mindestens fünf Jahre Turniererfahrung. Für das Publikum sei tänzerisch kaum ein Unterschied zu erkennen. Allerdings wird es auf dem Parkett ruhiger zugehen als in den Jahren zuvor. Es wird in der Klasse A-Standard, die eine Klasse unter der höchsten, der S-Klasse ist, Walzer, Tango, Wiener Walzer, langsamer Foxtrott und Quick Step getanzt. Bei S-Latein sind es Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive.

Bei Standardtänzen zählt die Bewegung des Paares

Charakteristisch für die lateinamerikanischen Tänze ist die Kommunikation zwischen den Tanzpartnern. Alle lateinamerikanischen Tänze beschreiben die Paarbeziehung auf ihre ganz eigene Art. Schnelle Drehungen folgen auf ebenso schnelle 
Bewegungen, denen wiederum ruhigere Tanzschritte folgen. Diese Abläufe sind wichtige Bestandteile aller lateinamerikanischen Tänze. Im Vordergrund stehen auf einander abgestimmte Bewegungen der Tänzer.

Bei den Standardtänzen steht in erster Linie die Bewegung des Paares, das eine tänzerische Botschaft vermittelt, im Mittelpunkt. Getanzt wird stets in engem Kontakt. Dass in diesem Jahr nicht mehr die flotten Tänze mit sexy Outfits in 
Gladenbach zu sehen sind, liegt unter anderem daran, dass 
 Gladenbach als Turnierort zu klein und für viele Tänzer – Amateur und Profi – zu unattraktiv ist, sagt Pabst-Gun.

Viele Karteninhaber haben ihre Teilnahme trotz der Änderung zugesagt. Laut der Organisatoren gab es nur wenige, die auf ein Kommen am 5. November verzichtet haben. Wenn die Neuerung beim Publikum ankommt, soll das neue Konzept beibehalten werden. Mit dem Konzept geht die Stadt Gladenbach und die TSG Marburg zurück zu den Anfängen der Tanzturniere 
in Gladenbach.

Die Veranstaltung ist einer der Höhepunkte 
im Terminkalender und hat 
viele Anhänger. Zu Livemusik zeigen die Profi- und Amateur-Tänzer ihre Können und werden bewertet. Nur die Besten kommen in die nächste Runde, bis am Ende der Sieger des Kirschenmarkt-Pokals feststeht.

  • Die Karten für die Tanzgala sind im Vorverkauf 
erhältlich: SEB, Telefon 06462 / 201612 oder per
E-Mail: seb@gladenbach.de

von Silke Peifer-Sternke

 
Standard-Tänze in langer Robe und Frack sind gediegen und verbreiten eine Ball-Stimmung. Dr. Carola und Dr. Ulf Seifart von der TSG Marburg tanzen in Seniorenklasse II B. Privatfoto
 
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