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Bagger wühlen auf dem Hilsberg

Windpark Hilsberg Bagger wühlen auf dem Hilsberg

Wie angekündigt ließ die Gemeinde Bad Endbach Baumaschinen auf dem Hilsberg anrollen und die Ausschachtungsarbeiten am Windkraft-Standort 1 starten.

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Anfang Juli inspizierten Mitglieder der BI Holzhausen die vorgesehenen Windkraft-Standort. Auf den Windwurfflächen des vorgesehenen Standorts 1 begann die Gemeinde Bad Endbach inzwischen mit den Ausschachtungen für das Fundament.

Quelle: Gianfranco Fain

Bad Endbach. Der Beschluss dazu sei von der Betriebskommission im Juli gefällt worden, erklärt Thomas Reuter gestern auf Nachfrage der OP. Der Bauamtsleiter der Gemeinde Bad Endbach und technische Betriebsleiter des Eigenbetriebes Kur Tourismus Energie teilte gestern mit, dass durch einen symbolischen Akt des derzeitigen Vertreters des erkrankten Bürgermeisters, Beigeordneter Erich Koch aus Bottenhorn, die Bauarbeiten zum Windpark auf dem Hilsberg am Standort 1 freigegeben wurden.

Mit den Ausschachtungsarbeiten ist die Endbacher Firma Hinterlang beauftragt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 400000 Euro, allerdings würden zunächst nur die bis zum 1. Oktober möglichen Bauarbeiten erfolgen. Da aufgrund der Brut- und Setzzeit keine Baumfällungen erfolgen dürfen, werde nur in den im März 2012 gerodeten Bereichen und den Windwurfflächen gearbeitet.

„Fakten schaffen“, nennt das Dieter Jurkat von der Bürgerinitiative Holzhausen. Er und weitere von der Aktion überraschte Mitglieder der BI sowie der Vorsitzende des Vogelschutzvereins Holzhausen, Otto Lixfeld, eilten nach einer OP-Anfrage für eine Stellungnahme auf den Hilsberg. „Die reißen hier die Wurzelstöcke aus, hier wird gerodet“, schilderte Jurkat vor Ort.

Ob und in welchem Umfang auf dem Hilsberg Flächen schon gerodet sind, ist zwischen der Gemeinde und den Standortgegnern strittig. Für sie ist das nicht der Fall und so sehen die Standortgegner nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen, der weitere Fällungen aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums (RP) Gießen untersagt, bis zum 1. Oktober keine Möglichkeiten für Bautätigkeiten auf dem Hilsberg. Wie vorgegangen wird, prüft derzeit der Rechtsvertreter des klageberechtigten Vogelschutzvereins.

Reuter weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass die vom RP in der Genehmigung geforderte ökologische Baubegleitung dem Büro Gall aus Butzbach übertragen wurde. Der Beginn der Bauarbeiten sei dem RP und auch der Bauaufsicht des Landkreises angezeigt worden. Es würden Wurzelstöcke entfernt und ausgeschachtet. Der Aushub soll für die Montage- und Kranstellflächen genutzt werden. Beton- und Zuwegungsarbeiten würden bis zum 1. Oktober nicht erfolgen. Ziel sei, dann die Arbeiten an allen anderen Standorten weiterzuführen, um die Fundamente „vor dem Wintereinbruch zu betonieren“.

von Gianfranco Fain

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Windenergie
Nach dem Beginn der Bauarbeiten am Donnerstag am Standort 1 des Windparks Hilsberg, stand der Bagger der Firma Hinterlang am Tag darauf schon wieder.

Die Gegner des Windpark-Standorts Hilsberg feiern einen erneuten Sieg. Am Freitagabend verfügte das Regierungspräsidium Gießen auf Veranlassung des Verwaltungsgerichts einen sofortigen Baustopp.

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