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Pitschnass und doch zufrieden

Wandermarathon Pitschnass und doch zufrieden

Das Beste rausgeholt aus den widrigen Voraussetzungen haben die Landschaftsführer „Natur pur“ und die Gemeinde Bad Endbach bei ihrem 
24. Wandermarathon.

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Regenschirme und Kapuzen gehörten beim 24. Bad Endbacher Wanderma­rathon zur Pflichtausrüstung. Allerdings vermochte der Dauerregen eingefleischte Wanderfreunde nicht von der Tour abzuhalten.

Quelle: Sascha Valentin

Bad Endbach. Regenschirme und Jacken mit Kapuzen gehörten für die hartgesottenen Wanderer zur Pflichtausrüstung. Beim Start am Morgen in Herborn gingen aber tatsächlich ­einige Teilnehmer mit kurzen Hosen auf die Strecke.

Für die Naturfreunde, die die Marathondistanz laufen, habe das Wetter ohnehin keine so große Bedeutung, sagte Mitorganisator Dieter Schepp von den Bad Endbacher Landschaftsführern. Die liefen auch wenn es schütte. Deswegen sei bei der langen Tour die Teilnehmerzahl zwischen 200 und 300 auch immer relativ konstant.

Anders sehe es bei den Halbmarathon-Wanderern aus. Die entscheiden laut Schepp eher kurzfristig und dann aufgrund des Wetters, ob sie an der Veranstaltung teilnehmen. Deswegen gebe es bei ihrer Zahl auch die größeren Schwankungen, wie beim Start des Halbmarathons in Offenbach deutlich wurde. Rund 200 Wanderer weniger als im Vorjahr, stiegen dort aus den Bussen und stellten sich dem Kampf gegen den Regen.

Sabotage an Wegmarkierungen

Dabei machte es den Wanderern diesmal nicht nur das Wetter schwer. Auch die Strecke war anspruchsvoller, als in den zurückliegenden Jahren, gab Landschaftsführer Andreas Müller zu. Das lag vor allem an dem Höhenprofil, das ein ständiges Auf und Ab auswies: So mussten auf der Marathonstrecke 1170 Höhenmeter überwunden werden und auf der Halbmarathon-Tour immerhin noch 586 Höhenmeter. Hinzu kam, dass die Gesamtdistanz in diesem Jahr sogar mehr als einen Kilometer länger war, als die für einen Marathon üblichen 42,1 Kilometer.

Aufgrund von Sturmschäden wurde die Strecke kurzfristig umgelegt. Deshalb mussten die Wanderer 43,5 Kilometer zurücklegen. Erschwert wurde der Wandermarathon zusätzlich durch die Taten einiger Witzbolde, wie Müller sagte. Die Streckenmarkierung auf ­einer Länge von rund sechs Kilometern waren komplett entfernt oder die Pfeile bewusst in eine falsche Richtung gedreht worden. Das sei auch der Grund, warum er dem Tross mit dem Fahrrad vorausfahre, erklärte Landschaftsführer Müller. So könne er die Markierungen wenigstens noch kurzfristig ausbessern.

Ältester Teilnehmer 81 Jahre alt

Doch trotz der widrigen Umstände ließen sich die Teilnehmer die Freude an der Veranstaltung nicht verderben. Spätestens mit der heißen Dusche im Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum in Bad Endbach fiel das Unbehagen der feuchten Kleidung vollends von ihnen ab. Dort empfangen und unterhalten wurden sie vom Musikverein Bad Endbach, der die Feierlaune mit seinen Melodien untermalte. Zudem standen zum Abschluss des Wandermarathons auch wieder einige Ehrungen an. Als ältester Teilnehmer, der den kompletten Marathon ­gelaufen ist, wurde Egon Lange (79) ausgezeichnet. Ältester Wanderer auf dem Halbmarathon war Martin Korba (81). Außerdem wurden Elijah Kunze (6) und Justus Richard (7) als jüngste Teilnehmer ausgezeichnet.

Landschaftsführer Müller überreichte die goldene Wandernadel an jene Naturfreunde, die sowohl an den beiden Vorbereitungsmarathons wie auch dem Marathon selbst teilnahmen. Dies sind Anna Waldschmidt, Gerald Brandl, Hartmut Schneider, Stefan Russ, Ralf Justus, Boris Müller und Horst Ludwig.

Der Jubiläums-Wandermarathon im kommenden Jahr startet wieder am ersten Sonntag im November – dann in Dillenburg.

von Sascha Valentin

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