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Auszeit für designierten Rathauschef

Stichwahl in Bad Endbach Auszeit für designierten Rathauschef

Nach dem Nervenkitzel des Wahlabends am Sonntag verabschiedete sich Bad Endbachs designierter Bürgermeister Julian Schweitzer via Facebook in den Kurzurlaub an der Nordsee.

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Applaus spendeten die Besucher der Wahlparty am Sonntagabend dem Wahlsieger Julian Schweitzer. Der 25-jährige Bottenhorner ist ab dem 10. Januar der Chef der Bad Endbacher Verwaltung. Zurzeit pausiert er an der Nordsee.

Quelle: Nadine Weigel

Bad Endbach. Hinter dem Wahlsieger Julian Schweitzer liegen zwei Wochen intensivem Wahlkampfs. Dem schloss sich am Sonntagabend noch eine Feier mit Wahlhelfern, Freunden, Bekannten und der Familie an. Und am Montagmorgen dann die Abreise in den Kurzurlaub. Dass er ein Bürgermeister zum Anfassen sein wird, zeichnete sich bereits im Wahlkampf ab. Anders als sein Vorgänger Markus Schäfer (CDU) nutzt Julian Schweitzer intensiv die sozialen Netzwerke. Er lässt andere an seinem Handeln und seinen Gedanken teilhaben.

Gegen 12 Uhr postete Schweitzer am Montag auf Facebook seine Ankunft an der Nordsee und kündigt an, dass „bald wieder mehr von ihm zu hören ist“. Zunächst benötige er eine Pause, hatte er am Sonntagabend im Gespräch mit der OP angekündigt.

Zum Wahlsieg verholfen hat dem 25-Jährigen offensichtlich auch sein Einsatz der sozialen Netzwerke. Davon ist auch Wahlparty-Besucher Hermann Bamberger überzeugt. Denn es habe durchaus Stimmen gegeben, die dem 25-Jährigen das Amt nicht zugetraut haben. Doch seine Präsenz habe letztlich viele überzeugt und vor allem junge Wähler mobilisiert, sagt der aus Hartenrod stammende Bamberger. In Bambergers Heimatort hatte Schweitzer kein leichtes Spiel. Sowohl in den Wahlbezirken Hartenrod I und Hartenrod II hatte seine Mitbewerberin Karina Schlemper-Latzel deutlich die Nase vorn.

Julian Schweitzer (SPD) wird der neue Bürgermeister der Gemeinde Bad Endbach. Er setzte sich mit 59,5 Prozent der Stimmen gegen Karina Schlemper-Latzel durch.

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Die Christdemokraten haben sich ja bereits nach dem ersten Wahldurchgang darauf eingestellt, nicht mehr den Bürgermeister zu stellen. Ihr Kandidat Henning Hild (parteilos) und der Parteilose Armin Müller-Rasmussen, der ein CDU-Parteibuch hat, haben sich gegenseitig der Stimmen beraubt, sodass Hild am Sonntag nur Zuschauer und nicht Teil der Wahlparty war. Für den langjährigen Parlamentschef Claus Lixfeld (CDU) ist der Verlust des Bürgermeisters aus den eigenen Reihen kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Schweitzer obliege nun die Aufgabe, das Parlament von seinen Ideen zu überzeugen, damit die Gemeindevertreter die Hand für seine Vorschläge heben, sagt Lixfeld.

Für die Freie Wählergemeinschaft endete mit dem Wahlausgang am Sonntag ebenfalls die Chance, auf die von ihr unterstützte Kandidatin im Rathaus.  Fraktionsvorsitzender Horst Kaiser gab Karina Schlemper-Latzel die guten Wünsche seiner Fraktion mit auf den Weg und sprach davon, mit der Kirchverserin seit Februar einen ­guten Wahlkampf geführt zu haben. Die FWG habe vor der großen Aufgabe gestanden, mit Schlemper-Latzel eine Person in die Großgemeinde einzuführen und bekannt zu machen, „die nicht hier wohnt“, sagte­ Kaiser. Den Wohnort-Bonus könnte letztlich der noch junge und verwaltungsunerfahrene Schweitzer auf seinem Konto verbuchen. Auch Bamberger sah darin einen Vorteil, den Schlemper-Latzel nicht mehr aufholen konnte. Auch die Wahlverlierer Rasmussen und Volker Jakob hatten den Appell an die Bürger gerichtet, einem Bad Endbacher ihre Stimme zu geben.

Mehr zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl lesen Sie hier.
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