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Schäfer tritt nicht wieder an

Bürgermeister Bad Endbach Schäfer tritt nicht wieder an

Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer steht nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung. Das erklärte er am Montagabend in der Gemeindevertretung.

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Bürgermeister Markus Schäfer tritt nicht erneut zur Wahl an.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Endbach. Jetzt steht fest, was hinter vorgehaltener Hand längst Thema war in der einzigen Kurgemeinde im Landkreis: Für den Chefposten im Rathaus muss ein neuer Kopf gesucht werden. Markus Schäfer nutzte im Parlament die Gelegenheit, einen klaren Schlussstrich zu setzen. Seine berufliche Zukunft sieht Schäfer aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung nicht mehr als Bürgermeister.

Nach zwölf Amtsjahren und längeren Krankenhausaufenthalten – seine jüngste krankheitsbedingte Abwesenheit betrug sechs Monate – ist für Schäfer Schluss. Zur Bundestagswahl am 24. September dieses Jahres werden die Bad Endbacher Bürger einen anderen ins Amt wählen – sofern das Parlament dem Wahltermin-Vorschlag des Gemeindevorstands folgt.

Als Grund für seine Entscheidung führte Schäfer an, dass er nicht so leistungsfähig sein kann, wie es die Bad Endbacher verdienen, weil er gesundheitlich angeschlagen sei. Er monierte auch einen fehlenden respektvollen Umgang mit ihm.

Er habe versucht, sich zum Wohle der Bevölkerung einzusetzen. Doch die zum Teil harsche Kritik sei für seine Gesundheit schädlich gewesen. „Das Maß ist voll“, sagte Schäfer. Doch er gestand vor dem Plenum ein, dass auch er Menschen verletzt habe und „will das aus der Welt räumen“.

Schäfer kritisiert Neid und Missgunst

Es sei während seiner Amtszeit viel Gutes entwickelt worden, doch sei immer wieder auf Unzulänglichkeiten rumgetrampelt worden. Neid und Missgunst seien bestimmende Faktoren gewesen. Mit Schäfers Ankündigung, nicht mehr zu kandidieren, beginnt für die Fraktionen nun die Suche nach einem geeigneten Kandidaten.

Zwei für Bad Endbach prägende touristische Angebote liegen erst einmal auf Eis, weil der Gemeindevorstand die Tagesordnungspunkte zur Errichtung eines Trailparks und den Ankauf von Bahngelände, um das Radwegenetz mit einem Lückenschluss nach Siegbach zu erweitern, zurückgezogen hat.

Beim Trailpark müssen zunächst die Wogen zwischen der Forstbetriebsvereinigung und den Befürwortern geglättet werden, damit das Projekt zur Attraktivitätssteigerung im Freizeitsport Mountainbiking überhaupt eine Zukunft hat. Zudem muss die Verwaltung den Gemeindevertretern noch verlässliche Zahlen zu den anfallenden Kosten liefern.

Eine Entscheidung über den Bau des Radwegs in Kooperation mit der Nachbarkommune Siegbach kann nicht gefällt werden, weil die Deutsche Bahn AG ihr Verkaufsangebot zurückgezogen hat und somit keine Planungssicherheit mehr besteht.

von Silke Pfeifer-Sternke

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