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Rheumazentrum feiert Richtfest

Fachklinik im Bau Rheumazentrum feiert Richtfest

Noch vor Weihnachten soll der Umzug vom Alt- in den Neubau des
 Rheumazentrums Mittelhessen erfolgen. Am Mittwoch wurde mit 130 Gästen Richtfest gefeiert.

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„Königin der Instrumente“ spielend erklärt

Polier Peter Schneider (rechts) verliest im Beisein von der Geschäftsführerin Katrin Storck-Müller und dem Architekten Torsten Petroschka den Richtspruch.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Dort, wo für die geladenen Gäste ein deftiges Mahl angerichtet war, befand sich bis vor Kurzem noch die Terrasse des Elternhauses­ von Klinik-Betreiberin Katrin Storck-Müller. Nur schweren Herzens habe sie sich von dem Haus trennen können, damit­ an diesem Standort „etwas ­Erstaunliches“ entstehen kann.Die Gäste erlebten vermutlich auch aus diesem Grund im späteren Speisesaal der Klinik eine sehr anrührende und emotionale Rede von ihr.

Der Bau einer Fachklinik in der heutigen Zeit sei zwar ungewöhnlich. Doch voller Mut und Entschlossenheit habe sie an den Erfolg der Rheumaklinik geglaubt. Denn, in der Diagnostik gebe es vielfältige Therapien, die komplizierte Aufgabe bestehe in der detektivischen Arbeit, die etwa 400 Erkrankungen zuzuordnen und entsprechende Therapien einzuleiten. Storck-Müller sprach davon, dass es mehr als 100 Methoden gibt, die an Rheuma Erkrankten zu mobilisieren. Dafür sei in der neuen Klinik viel Raum eingeplant, erklärte sie.

Richtspruch

… Der Herrgott möge seinen Segen dem Bauwerk und dem Bauherr geben; vor Unheil, Wasserbruch und Brand schütze er dies Haus mit starker Hand.

Hier sollen Kranke Heilung finden, geplagt von Rheuma vorn und hinten. Und wenn vorbei ist dann die Pein, kehrt man erleichtert wieder heim.

Darauf leere ich mein Glas zum Grund und gebe allen Jungfern kund: Wenn dieses Glas nicht geht in Scherben, ist dort auch nichts zu verderben.

Mit ihrer Idee, die Rheumaklinik für die Zukunft fit zu machen, stieß Storck-Müller sowohl bei den Kostenträgern als auch bei den Finanzmittelträgern auf offene Ohren. Das Land Hessen bezuschusst den 23 Millionen Euro teuren Neubau zum Beispiel mit 10 Millionen Euro. Mit der Investition in die inhabergeführte Klinik geht Storck-Müller auch ein hohes ­Risiko ein. Doch aus ihrer Sicht ist es das Richtige – auch um die 170 Arbeitsplätze zu erhalten.

Der fünfgeschossige Klinik-Bau ist seit Monaten von der Hauptstraße im Kurort weithin sichtbar. Es entstehen 80 Akutbetten, 36 Rehabetten befinden sich in einem Bestandsgebäude, das mit dem Neubau verbunden wird.

Landrätin Kirsten Fründt sprach von einem mutigen Schritt, verbunden mit einem hohen persönlichen Einsatz. „Es ist erstaunlich, was innerhalb kurzer Zeit passiert ist“, sagte Fründt. Vor nicht allzu langer Zeit saß sie mit Storck-Müller auf der Terrasse des Elternhauses. Die Neubau-Pläne waren damals Thema. Am Mittwoch nun stand Fründt an gleicher Stelle, als sie diese Worte sprach.

von Silke Pfeifer-Sternke

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