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Kosten für Reihenpflegegräber umstritten

Ortsbeirat Bottenhorn Kosten für Reihenpflegegräber umstritten

Während der jüngsten ­Sitzung des Bottenhorner Ortsbeirates stand erneut der Friedhof zur Beratung an. Beim Thema Mustergrabfeld besteht weiterhin Gesprächsbedarf.

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Nach wie vor keine echte Wahl: Wer in Bottenhorn ein Reihenpflegegrab möchte, muss sich für das Mustergrabfeld entscheiden und für die 30-jährige Ruhezeit Gebühren zahlen.

Quelle: Peter Piplies

Bottenhorn. Die Ortsvertreter aus dem hochgelegenen Bad Endbacher Ortsteil hatten im April einen Antrag an den Gemeindevorstand sowie die Gemeindevertretung gestellt, damit auch in Bottenhorn ein Reihenpflegegrab zukünftig 2950 statt 3750 Euro kosten soll. Auf dem Friedhof wurde im Jahr 2012 ein Mustergrabfeld für Reihenpflegegräber erstellt, damit sich Gemeindevertreter und alle Bürger eine solche Grabform vor Ort anschauen können.

Bei dieser Bestattungsform zahlen die Angehörigen einmalige Kosten und die Gemeinde sorgt dann für die Pflege der Grabanlage bis die Ruhezeit endet und das Grabfeld neu belegt werden kann. Inzwischen werden auf verschiedenen Friedhöfen der Großgemeinde vergleichbare Reihenpflegegräber­ angelegt – allerdings wurden hier sogenannte Grabkammern eingebaut. Damit kann das Grab mehrfach belegt werden. ­Außerdem verkürzt sich die Ruhezeit von 30 auf 20 Jahre. Beides reduziert den Pflegeaufwand während der Nutzungszeit und damit auch die Kosten für das entsprechende Grab.

Gemeindevorstand lehnt Lixfelder Antrag ab

Die Anlage in Bottenhorn jedoch enthält keine Grabkammern und hat daher eine Mindestruhezeit von 30 Jahren – der Aufwand für die Gemeinde beziehungsweise den Bauhof ist damit entsprechend – zumindest nach der Kalkulation – höher und somit auch die Kosten bei dieser Grabform. Sie betragen laut Gebührenordnung 3750 Euro. Die Kosten für ein vergleichbares Reihenpflege­grab mit Grabkammer dagegen liegen bei 2950 Euro.

Seit Erstellung der Mustergrabanlage im Jahr 2012 wurden bisher nur zwei Grabfelder belegt. Der Ortsbeirat vermutet die hohen Kosten als Grund für die geringe Nachfrage. Deshalb erging im Frühjahr dieses Jahres der einstimmige Antrag, die Kosten auf die sonst „üblichen“ 2950 Euro zu reduzieren. Nun wurde der Antrag vom Gemeindevorstand mit der Begründung fehlender Kostengerechtigkeit und Kostendeckungsgründen abgelehnt, berichtete Ortsvorsteher Rombach. Denn schließlich handele es sich um eine Grabanlage, die 30 Jahre und nicht 20 Jahre lang gepflegt werden müsse.

Von einem solchen Vergleich hätten die Bottenhorner allerdings gar nichts, entgegnete der Ortsbeirat. Denn dort auf dem Friedhof gäbe es gar keine Wahlmöglichkeit zwischen einer Ruhefrist von 20 oder eben 30 Jahren. Wenn der Gemeindevorstand bei seiner Meinung bleiben sollte, will der Ortsbeirat auch Reihenpflegegräber mit Grabkammern in Bottenhorn fordern. Dann erst bestehe auch eine echte Wahlmöglichkeit für die Bürger beziehungsweise die Angehörigen aus diesem Bad Endbacher Ortsteil.

von Peter Piplies

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