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Neue Pfarrerin tritt Sonntag ihr Amt an

Evangelische Gemeinde Neue Pfarrerin tritt Sonntag ihr Amt an

Annika Panzer wird am Sonntag, 20. August, um 14 Uhr während eines festlichen Gottesdienstes ordiniert und offiziell als evangelische Pfarrerin für Hartenrod und Schlierbach in ihr Amt eingeführt. Danach besteht für die Gemeindemitglieder Gelegenheit, ihre neue Pfarrerin während eines Empfangs im Gemeindehaus kennenlernen.

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Hier wird sie arbeiten und leben: Pfarrerin Annika Panzer (links) nimmt mit Kirchenvorstandsvorsteher Heinz Althaus und Gemeindesekretärin Monika Christ die Räume im Pfarrhaus in Augenschein, in dem die Sanierung vor dem Abschluss steht.

Quelle: Klaus Kordesch

Hartenrod. „Ich freu’ mich drauf, dass es jetzt losgeht!“, sagt die 37-Jährige. „Und ich freue mich darauf, den Ort und die Menschen kennenzulernen!“ Nach den ersten Begegnungen und Eindrücken fühle sie sich schon willkommen. Dazu mag beitragen, dass sie selbst „vom Dorf“ stammt, nämlich aus Battenberg-Berghofen im Oberen Edertal. „Ein Pfarramt in der Stadt könnte ich mir auch gar nicht vorstellen“, sagt Panzer. Ihr erster Gottesdienst in Hartenrod sei „eine tolle Erfahrung“ gewesen.

Zum Pfarrerin-Sein gehört für sie einfach dazu, die Menschen und das Vereinsleben im Ort kennenzulernen. „Mich interessiert, was die Leute umtreibt“, erläutert die neue Seelsorgerin der rund 1600 Köpfe zählenden Kirchengemeinde, die zunächst nach dem Abitur eine ganz andere berufliche Karriere eingeschlagen hatte: Sie schloss eine Ausbildung zur Buchhändlerin ab und arbeitete fünf Jahre lang in dem Beruf.

Dass sie dann als 25-Jährige noch einmal von vorne anfing und ein Theologiestudium in Marburg begann, führt sie auf ihre positiven Erfahrungen in der Jugendarbeit in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Battenberg und mit dem Gospelchor „150 Ps“ sowie Pfarrer Holger Balzer zurück. Als Vikarin arbeitete sie ab Anfang 2015 in Kirtorf und Ober-Gleen im Dekanat Alsfeld. Daran schloss sich ein Spezialvikariat in Marburg beim religionspädagogischen Institut an, in dessen Verlauf sich Annika Panzer bis Ende Juni vor allem mit der Konfirmandenarbeit befasste.

„Ich lese total gerne!“

Die Sanierung ihrer neuen Bleibe, dem Pfarrhaus in Hartenrod, hat sie in den vergangenen Wochen regelmäßig in Augenschein genommen und begleitet. „Hier ist ja jahrelang kaum was gemacht worden“, erklärt Heinz Althaus als Vorsitzender des Kirchenvorstands die umfassende Sanierung und den Umbau. In manche Räume war die Feuchtigkeit vorgedrungen, weshalb auch eine neue Drainage verlegt werden musste, zeigt er im Garten.

Dort sieht es derzeit im Gegensatz zum Inneren des Hauses noch ziemlich nach Baustelle aus. „In die Gartenarbeit würde ich gerne mehr Zeit reinstecken“, sagt Annika Panzer, „aber das steht jetzt gerade nicht ganz oben auf der To-do-Liste.“ Durch die Ausbildung habe sie das Gärtnern wie auch andere Hobbys – „Ich lese total gerne!“ – ziemlich zurückfahren müssen, erläutert sie.

In ihrer Gemeinde will die neue Pfarrerin zunächst erst mal „wahrnehmen, was es gibt an wichtigen und gewachsenen Traditionen und Ressourcen“, bevor sie Überlegungen dazu anstellt, was zu ändern und was fortzuführen und womöglich auszubauen wäre.

von Klaus Kordesch

  • Der Autor ist Öffentlichkeitsreferent des evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach.
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