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Neue Ideen kommen gut an

Johannismarkt Hartenrod Neue Ideen kommen gut an

Mehrere hundert ­Besucher kamen zum größten Markt im 
oberen Salzbödetal. Die „Seele des Dorfes“ feierte ihr 333. Bestehen.

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Nach einem verregneten Start in den Markttag kam später die Sonne hervor und die Marktstraße füllte sich.

Quelle: Sascha Valentin

Hartenrod. Der Johannismarkt feierte diesmal ein Schnapszahljubiläum, sagte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Debus bei der Eröffnung des Marktes. Denn vor genau 333 Jahren wurden Hartenrod die Marktrechte verliehen. Damals sei das eine ­Besonderheit gewesen, betonte Debus. Denn das Recht, Märkte abhalten zu dürfen, wurde­ nur Orten mit „überragender Bedeutung gegenüber umliegenden Gemeinden in kultureller, wirtschaftlicher oder historischer Hinsicht“ verliehen.

Und Hartenrod wurden damals sogar gleich vier Markttage pro Jahr zugesprochen. „Unsere Märkte verkörpern ein Stück Seele der Dorfes“, betonte Debus und deswegen sei es umso bedauerlicher, dass diese „Seele ein Stück weit von uns weg schwebt“.

Um den Trend der seit Jahren abnehmenden Besucherzahlen umzukehren, riefen der Ortsbeirat und die Vereinsgemeinschaft im März dieses Jahres eine Marktkommission ins Leben, die den Märkten frischen Wind verleihen soll. Leider sei ihnen das in der Kürze der Zeit beim Johannismarkt noch nicht gelungen, sagte Julia Haus als Vorsitzende der Kommission. „Aber wir haben zumindest schon mal ein paar Ideen umsetzen können“, sagte Haus.

Regen hört nach Gottesdienst auf

Dazu gehören einige neue Händler, die Mini-Donuts und Flammkuchen, Honig aus eigener Imkerei und Liköre anboten. Attraktion für die Kinder war eine historische Schiffschaukel. Darüber hinaus bot der Markt ein buntes Programm. So faszinierten Rico­ Baak und sein Bruder Luca die Besucher mit waghalsigen Stunts auf ­ihren Trial-Fahrrädern und sprangen mit diesen Holzpaletten und große Findlinge empor.

Der Musikverein und der Posaunenchor kümmerten sich um die musikalische Unterhaltung der Besucher. Zudem gab es erstmals eine Tombola, bei der die Teilnehmer Preise im Wert von mehr als 1300 Euro gewinnen konnten. Gestartet war der Markttag mit einem Gottesdienst, der trotz Regens im Freien vor „Jeegels Hoob“ stattfand. Zum Glück für den Markt hörte der Regen aber prompt mit Ende des Gottesdienstes auf, sodass später noch viele Besucher den Weg nach Hartenrod fanden.

Ab dem kommenden Jahr werde die Marktkommission dann die komplette Organisation und Durchführung aller vier Märkte übernehmen, sagte Julia Haus. Dann sollen weitere Ideen umgesetzt werden, um „die Tradition der Märkte­ in Hartenrod zu erhalten und sie modern zu gestalten, sodass wir noch lange vier Märkte gestalten können“, betonte die Kommissions-Vorsitzende.

von Sascha Valentin

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