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Hochzeiten werden woanders gefeiert

Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ Hochzeiten werden woanders gefeiert

Dem Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ ­bereitet die Belegung des Dorfzentrums große Sorgen. In der Jahreshauptversammlung stand das Thema deshalb auf der ­Tagesordnung.

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Der Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“ macht sich Gedanken, weil die Belegung des Dorfzentrums abnimmt.

Quelle: Helga Peter

Hartenrod. Die Belegung des Dorfzentrums „Jeegels Hoob“ nimmt ab. Vor allen, was gebührenpflichtige Veranstaltungen angeht. Das gab Willi Arnold in seinem „Hausbericht“ bekannt. Im vergangenen Jahr hätten beispielsweise nur noch sieben Hochzeiten in dem Zentrum stattgefunden. Dem gegenüber stünden Ausgaben für Reparaturen und Wartung in Höhe von rund 12.000 Euro.

Zu Buche geschlagen seien dabei auch Reparaturkosten in Höhe von 1200 Euro für die defekte Musikanlage und die Nachzahlung für Energiekosten mit 1800 Euro. „Wenn die Belegungen noch weiter zurückgehen, werden wir die Gemeinde mehr in Anspruch nehmen müssen“, stellte Arnold in Aussicht und führte weiter aus: „Das Geld, das wir einnehmen, wird in das Haus investiert.“ Er gab zu bedenken, dass die Hausmeistertätigkeit ehrenamtlich ausgeübt wird.
Den Rückgang der Buchungen sehen die Vereinsmitglieder von „Jeegels Hoob“ auch in den Einschränkungen durch Lärmauflagen begründet. In dieser Sache müsse die Gemeinde etwas unternehmen, lautet die Forderung des Fördervereins.

Rainer Simon sagte über die derzeitige Situation, sie passe in das Gesamtbild von Hartenrod. Das Dorf versinke in der Bedeutungslosigkeit, und nichts dagegen zu unternehmen, sei nach seiner Meinung ein moralisch verwerfliches Verhalten.

Bamberger: Hartenroder Märkte sind nicht tot

Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder eine Satzungsänderung in Bezug auf das Hausrecht. Dies sei nötig, um Veranstaltungen in Zusammenhang mit Rechtsradikalismus auszuschließen und diesen bei Bedarf die „Rote Karte“ zu zeigen, sagte Vereinsvorsitzender Arndt Räuber.

Er blickte auch auf Ereignisse des Vorjahres zurück. Zwei Ausstellungen, eine Autorenlesung und zwei lokalhistorische Veranstaltungen hatte der Verein organisiert. Die Ausstellung „Demensch“ und der Federweißer-Abend seien gut besucht gewesen.

„In Bezug auf das Marktgeschehen in Hartenrod tut sich etwas“, sagte Räuber. Hartenrod habe Marktrechte für vier Märkte. Bei allen vier sei zu beobachten, dass die Attraktivität abnehme. Es gelte deshalb, sich dieser Tendenz entgegenzustemmen. Es sei vor diesem Hintergrund erfreulich, dass sich eine aktive Gruppe innerhalb der Vereinsgemeinschaft Hartenrod/Schlierbach gebildet hat, die das Thema in Angriff nehmen wolle.

Dazu erläuterte Hermann Bamberger, stellvertretender Vorsitzender, dass sich mit Unterstützung der Vereinsgemeinschaft mittlerweile eine Marktkommission bestehend aus ­sieben Mitgliedern konstituiert habe. Es zeichne sich ab, dass ein Generationenwechsel stattfinde. Ziel sei es, das Marktgeschehen auf Selbstvermarkter auszuweiten. Die Hartenroder Märkte seien keinesfalls tot, sagte Bamberger. Er sei guter Hoffnung, dass die Markttradition so belebt werden könne wie dies auch an anderen Stellen im Landkreis geschehen sei.

Räuber bittet um Unterstützung für Hausmeister

Rolf Seitz regte an, die Märkte auf den Parkplatz oberhalb des Dorfzentrums zu verlegen. Dazu äußerte Bamberger, dass die Marktbeschicker dieses konsequent ablehnen würden.

Der Vorsitzende, Räuber, rief die Mitglieder dazu auf, sich an den Arbeitseinsätzen an diesem Samstag sowie am 6. Mai zu beteiligen. Im Übrigen seien Helfer im Innen- und Außenbereich gefragt, um Willi Arnold in seiner Hausmeistertätigkeit zu entlasten. Räuber bedankte sich ausdrücklich bei Angelika Brodt und Ursel Jung für deren hervorragende Organisationstätigkeiten.

Für den 5. April ist im Dorfzentrum eine Ausstellung einer Gladenbacher Künstlergruppe­ ­geplant. Zudem sind im ­Jahresprogramm von „Jeegels Hoob“ vier Kinoveranstaltungen des Vereins „Miteinander – Füreinander“ mit Birgit Koch vorgesehen.

von Helga Peter

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