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„Es ist gut, dass du gekommen bist“

FeG Bad Endbach „Es ist gut, dass du gekommen bist“

Die Freie evangelische ­Gemeinde (FeG) Bad Endbach hat einen neuen ­Pastor. Torben Plitt wurde während eines feierlichen Gottesdienstes in seine neue Aufgabe eingeführt.

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Stellvertretend für die FeG Bad Endbach begrüßten (hinten von links) Lars Becker, Jule Jochem und Dirk Pfeifer die neue Pastorenfamilie: Torben Plitt, Ehefrau Stefanie und die Söhne Ben, Liam und Lennet.

Quelle: Peter Piplies

Bad Endbach. An ihr neues­ Oberhaupt stellt die Gemeinde hohe Ansprüche. Das machten einige Mitglieder in einem Anspiel zu Beginn der Amtseinführung deutlich. Allerdings mit viel Ironie.

Der Theologe müsste demnach nicht nur täglich zahlreiche Senioren-, Kinder- und ­Jugendkreise betreuen und „bespaßen“, sondern unter anderem auch Musikgruppen leiten, jedes Wochenende Grillfeste organisieren und ambitionierten ehrenamtlichen Mitarbeitern Unterricht in Altgriechisch erteilen.

Obwohl die Anforderungen absichtlich übertrieben waren,­ machte das kleine Anspiel doch deutlich, mit welcher Anspruchshaltung sich der neue Pastor – zumindest theoretisch – auseinandersetzen muss. Doch die Freie evangelische Gemeinde und Torben Plitt wollen es ruhig und ordentlich angehen. Schließlich hatten sich die evangelischen Christen aus Bad Endbach knapp drei Jahre Zeit für die Suche nach einem neuen Pastor genommen und waren währenddessen auch ohne einen studierten Profi ausgekommen.

„Wertschätzung, Sympathie und Freude“

Diese bewusste­ ­
Suche habe zudem die Gemeinschaft der Gläubigen gestärkt und vertieft, betonten die Mitglieder aus dem Leitungsteam während des Gottesdienstes. Doch jetzt ist der „Neue“ da und „es ist gut, gut, gut, dass du gekommen bist“, sangen die „Knaller-Kids“ lautstark vor dem Altar. Torben Plitt sei der Richtige, der die Menschen hier verstehe, und „das ist der Mann, den Gott hier an diesem Platz haben will“, waren weitere Formulierungen der Festredner.

Für die Predigt hatte die FeG Burkhard Theis aus einer befreundeten Gemeinde eingeladen. Der Theologe hatte einige Geschenke mitgebracht, die er, verbunden mit praktischen Tipps, dem neuen Pastor überreichte. Unter anderem erhielt Plitt eine Kerze, das Symbol für den Heiligen Geist, sowie Akkus, als Erinnerung daran, dass der Glaube regelmäßig im Gebet aufgeladen werden sollte.

Zeit für sich und Zeit für Gebete sind dem Pastor Plitt selber sehr wichtig, wie er sagte. Die Gespräche mit Gott seien das A und O für die Arbeit eines Pastors. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Stefanie und den drei Söhnen Ben, Liam und Lennet schaut er zuversichtlich und entspannt in die Zukunft. „Der Einführungsgottesdienst hat deutlich gemacht, mit welcher Wertschätzung, Sympathie und Freude wir hier begrüßt wurden“, sagte Plitt.

Zahlreiche Gemeindemitglieder, das Leitungsteam, verschiedene Gruppen mit Kindern und Musikern, Vertreter aus der Kommunalpolitik sowie aus benachbarten Kirchen und Gemeinden waren zu seiner feierlichen Amtseinführung in das Gemeindehaus gekommen.

von Peter Piplies

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