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CDU und SPD koalieren in Bad Endbach nicht

Parlament CDU und SPD koalieren in Bad Endbach nicht

„Für weitergehende Dinge ist die Zeit noch nicht reif.“ So umschreibt Rolf Bernshausen das Ergebnis des Sondierungsgesprächs der beiden zahlenmäßig größten Fraktionen in der Bad Endbacher Gemeindevertretung.

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Schwarz und Rot arbeiten in Bad Endbachs Gemeindevertretung zusammen, aber nicht als offizielle Koalition.

Quelle: Uwe Wagschal / pixelio.de

Bad Endbach. Da eine Koalition von beiden Seiten im Moment noch nicht gewünscht wird, kamen die Vertreter beider Parteien laut dem SPD-Fraktionsvorsitzenden am Montagabend zu einer Vereinbarung für eine lockere Zusammenarbeit. Man will sich über die Grundhaltung zu bestimmten Themen austauschen, um vor der Entscheidung in der Gemeindevertretung möglichst eine einheitliche Linie herzustellen. Dabei sind Gespräche mit der FWG nicht ausgeschlossen.

Mit der Freien Wählergemeinschaft ging die SPD nach der Kommunalwahl im März 2016 eine Koalition ein, die nach anderthalb Jahren zerbrach. Auslöser für das Zerwürfnis waren nach Angaben der SPD mehrere Alleingänge des stellvertretenden FWG-Fraktionsvorsitzenden Rolf Herrmann sowie nicht eingehaltene Absprachen zu einem fairen Bürgermeisterwahlkampf. In diesem unterstützte­ die FWG die unabhängige Kandidatin Karina Schlemper-Latzel aus Kirchvers, die in der Stichwahl dem Sozialdemokraten Julian Schweitzer unterlag. Die FWG äußerte sich zu den Vorwürfen nicht, sprach von einem „inakzeptablem Ablauf der Entscheidung und Bekanntgabe“ über eine Tageszeitung ( wir berichteten).

Der 25-jährige Schweitzer tritt am 8. Januar die Nachfolge von Markus Schäfer an. Der Christdemokrat konnte sich in der Gemeindevertretung bis zur Kommunalwahl auf eine Koalition von CDU und FWG stützen.

Schweitzer, der bis zu seinem Amtsantritt noch der ­Gemeindevertretung angehört, sieht in der derzeitigen Situation kein Problem. Er habe keine große Bedenken, themenspezifische Mehrheiten zu finden. „Ich kenne die Gemeindevertreter und weiß, dass wir zusammenarbeiten können“, sagte der künftige Bürgermeister der OP. Er werde mit allen Fraktionen das Gespräch suchen und sei positiv gestimmt.

von Gianfranco Fain

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