Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Schneeregen

Navigation:
Stichwahl: Am Sonntag geht‘s ums Ganze

Bürgermeisterwahl Stichwahl: Am Sonntag geht‘s ums Ganze

Am Sonntag, 8. Oktober, sind rund 6400 wahlberechtigte Bad Endbacher aufgerufen, ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Amtsinhaber Markus Schäfer (CDU) hört nach zwei Wahlperioden auf.

Voriger Artikel
Drei Chöre mixen bunten Herbstcocktail
Nächster Artikel
Julian Schweitzer wird Bürgermeister

Karina Schlemper-Latzel (parteilos) aus Kirchvers tritt am Sonntag in der Stichwahl gegen den aus Bottenhorn stammenden Julian Schweitzer (SPD) an.

Quelle: Archiv

Bad Endbach. Am Sonntag haben die Bad Endbacher die Wahl zwischen zwei Kandidaten, die im Falle eines Sieges jeweils ­eine Besonderheit auf sich vereinen: Karina Schlemper-Latzel­ wäre die erste Frau auf dem Chefsessel im Rathaus und ­Julian Schweitzer mit 25 Jahren der jüngste Bürgermeister in der einzigen Kurgemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf. In der zweiten Januarwoche im kommenden Jahr wird einer der beiden Kandidaten seinen neuen Posten im Bad Endbacher Rathaus beziehen.

Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl werden wieder – wie schon beim ersten Wahldurchgang mit sechs Kandidaten am 24. September – nach der Auszählung in den zehn Wahllokalen live auf einer Großbildleinwand im Kursaal des Kur- und Bürgerhauses übertragen.

Die SPD hat die historische Chance, nach langer Zeit ihren­ Kandidaten durchzusetzen. Der jüngste Versuch scheiterte­ 2005 mit der Kandidatur von Rolf Bernshausen, der derzeit im ­Gemeindeparlament Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten ist. Vor Markus Schäfer (CDU) war der parteilose ­Jochen ­
Becker im Amt.

Für die SPD war der Ausgang des ersten Wahldurchgangs am 24. September richtungsweisend. Der Bottenhorner Julian Schweitzer brachte es auf 34,1 Prozent der Stimmen. Um die Mehrheit zu erreichen, müsste­ er vor allem auch die CDU-Wähler von seiner Qualifikation und seinen Ideen überzeugen. In seinem Heimatort sicherte sich Schweitzer im ersten Wahlgang mit 54,1 Prozent zwar prozentual nicht den höchsten Stimmenanteil – er erhielt in Dernbach 0,3 Prozent mehr Stimmen – aber eine breite Unterstützung ist ihm dort auch im zweiten Wahlgang sicher. Die wenigsten Stimmen holte der 25-Jährige (26,1 Prozent) im Wahlbezirk Hartenrod 1.

Schlemper-Latzel hatte rund neun Prozentpunkte Rückstand

Noch deutlicher aufholen muss seine Konkurrentin um das Bürgermeisteramt Karina Schlemper-Latzel. Die 33-Jährige schaffte­ zwar den Sprung in die Stichwahl, holte aber nur 25 Prozent der Stimmen. Unterstützt wird die Kirchverserin von der Freien Wähler Gemeinschaft, eine feste Größe in der Gemeindevertretung (vier Sitze) und im Gemeindevorstand (2 Sitze). Die meisten Stimmen holte sie mit 32,2 Prozent im Wahlbezirk Hartenrod 2, den niedrigsten Zuspruch in der Wählergunst hatte sie in Günterod mit 9,9 Prozent.

Beide Kandidaten kennen die Abläufe in der Verwaltung – nur aus unterschiedlichen Perspektiven. Schlemper-Latzel hat eine Ausbildung in der Verwaltung in Gießen absolviert und ein Studium der Diplom-Verwaltungswirtin angehängt; Schweitzer engagiert sich seit fünf Jahren in der Kommunalpolitik. Der Sozialpädagoge sitzt für die SPD in der Gemeindevertretung Bad Endbach und im Kreistag. Davor engagierte er sich bei den Jusos.

Ab 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten der Hinterlandkommune ihre Stimme abgeben. Wer seine Wahlbenachrichtigung nicht dabei hat, kann seinen Personalausweis vorlegen, sofern sein Name im Wählerverzeichnis aufgeführt ist. Nach Schließung der Wahllokale werden die abgegebenen Stimmen ausgezählt. Gegen 
19 Uhr wird das Ergebnis der Stichwahl erwartet.

von Silke Pfeifer-Sternke

Mehr zum ersten Wahlgang lesen Sie hier.
Mehr zu den Kandidaten lesen Sie hier.
Mehr zu Julian Schweitzer lesen Sie hier.  
Mehr zu Karina Schlemper-Latzel lesen Sie hier.  
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr