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Fünf Kandidaten wollen es wissen

Bürgermeisterwahl Bad Endbach Fünf Kandidaten wollen es wissen

Im Dezember 2016 hatte Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Ihn beerben wollen vier Männer und eine Frau. Die Unterlagen eines sechsten Bewerbers werden derzeit geprüft.

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Die Kandidaten (oben von links): Julian Schweitzer, Henning Hild, Karina Schlemper-Latzel, (unten von links) Armin Müller-Rasmussen und Volker Jakob.

Quelle: Pfeifer-Sternke, Peter, Lauer, Fain, Abbe

Bad Endbach. Bis zum Herbst wird es einen spannenden Wahlkampf um die Wählerstimmen in der Hinterlandkommune Bad Endbach geben. Am 24. September haben die Bürger dann die Qual der Wahl. Es zeichnet sich ab, dass sie sich mindestens zwischen sechs Bewerbern entscheiden und festlegen müssen, welcher der Kandidaten die Geschicke der Gemeinde leiten und die Zukunft der rund 8100 Einwohner gestalten soll.

Fünf Kandidaten sind bereits zur Wahl zugelassen, ein sechster Kandidat gab am Freitag seine Unterlage ab. Jetzt steht noch die Prüfung an, ob seine Unterlagen vollständig sind und ob der Bewerber ausreichend Unterstützer mobilisieren konnte. Noch haben auch weitere Bewerber bis Montag, 17. Juli, 18 Uhr die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen in der Gemeindeverwaltung einzureichen.

Als erste Fraktion hat die SPD auf Schäfers Rückzugsankündigung reagiert und Anfang Februar den Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneten Julian Schweitzer als Kandidat gekürt. Der 25-jährige Sozialpädagoge aus Bottenhorn will mit einem jungen und modernen Wahlkampf überzeugen.

Die CDU, die den aktuellen Bürgermeister stellt, hat Anfang April ihren Kandidaten präsentiert. Der parteilose Henning Hild sitzt für die CDU im Gemeindeparlament. Der in Günterod lebende Hild ist 54 Jahre alt und arbeitet als Selbstständiger im Vertrieb.

Mitte April hat die Freie Wählergemeinschaft, die mit der CDU koaliert, ihre Kandidatin Karina Schlemper-Latzel (parteilos) vorgestellt. Die aus Kirchvers stammende 33-Jährige studiert Jura an der Philipps-Universität Marburg und verfügt über Verwaltungserfahrung. Seit 2006 ist sie im gehobenen Dienst des Landes Hessen ­
tätigt.

Sechste Bewerbung am Freitag eingegangen

Als unabhängiger Kandidat bewirbt sich der Hartenroder Armin Müller-Rasmussen um das Amt des Bürgermeisters. Seine 
Laufbahn als Schornsteinfeger­ hängte er 2011 nach einem Sportunfall an den Nagel und absolvierte eine Umschulung zum Versicherungsfachangestellten. Auch Müller-Rasmussen will die sozialen Netzwerke nutzen, um potenzielle Wähler zu erreichen. Als fünfter im Bunde geht Volker Jakob aus Günterod ins Rennen – ebenfalls als unabhängiger Kandidat. Bis Oktober 2016 war der 54-Jährige als Fraktionsvorsitzender der FWG im Gemeindeparlament. Der Rechtsanwalt legte sein Mandat aus beruflichen Gründen nieder, will jetzt politisch neu durchstarten.

Am Freitag hat noch ein sechster Bewerber seine Unterlagen in der Gemeindeverwaltung in Bad Endbach abgegeben. Nun muss geprüft werden, ob der Bewerber zur Wahl zugelassen wird. Dies wird nach Auskunft der Verwaltung frühestens am Montag entschieden.

Bis 18 Uhr können sich weitere Bewerber um den Chefsessel der Gemeindeverwaltung melden – vorausgesetzt sie erfüllen die Anforderungen. Sollten dann allerdings Mängel bei den eingereichten Unterlagen festgestellt werden, die die Gültigkeit des Wahlvorschlags berühren, ist es unwahrscheinlich, dass sie noch behoben werden können.

Die Stichwahl findet zwei Wochen nach dem Wahltermin 24. September statt und wurde auf den 8. Oktober festgelegt.

von Silke Pfeifer-Sternke

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