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Carsten Stoll lässt Worten Taten folgen

Bürgermeisterwahl Bad Endbach Carsten Stoll lässt Worten Taten folgen

Carsten Stoll mischt im Wahlkampf um den
Chefposten im Bad Endbacher Rathaus mit. Er ist einer von sechs Kandidaten, die sich um das Amt bewerben.

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Carsten Stoll steht in dem Biergarten seiner Gastwirtschaft. Er hat sich um das Amt des Bürgermeisters beworben und ist einer von sechs Kandidaten.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Der 44-jährige Carsten Stoll will den amtierenden Bürgermeister Markus Schäfer beerben. Er hat sich Zeit gelassen mit seiner Bewerbung. Erst kurz vor Fristende ging sie in der Gemeindeverwaltung ein. Geprüft, ob alle Unterlagen komplett sind, wurde am letzten Abgabetag ( die OP berichtete). Alles war korrekt: Stoll vervollständigt somit das Kandidatenkarussell mit nunmehr sechs Personen.

Er hat einen guten Grund, sich um den höchsten Posten in der Verwaltung zu bewerben: Er will nicht länger einer derjenigen sein, die nur meckern, sondern er will etwas verändern. Und dazu gehört nicht nur das Ausfüllen von Bewerbungsunterlagen, sondern vor allem eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Unterstützung erhält er von seiner Ehefrau, die seinem Vorhaben positiv gegenübersteht. Der Entschluss, Veränderungen innerhalb der Gemeinde selbst in die Hand zu nehmen, war schnell gefasst. Es ärgert Stoll, dass bei der zweiten Bürgermeisterwahl von Schäfer die Wahlbeteiligung bei nur 22 Prozent lag, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab. „Wenn man mit der Politik nicht einverstanden ist, muss man mit Nein stimmen“. sagt Stoll und ergänzt: Ein Wahlboykott sei keine Lösung. Von Schäfers Politik ist er enttäuscht: „Hier läuft nichts.“

Es soll nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen

Die 46 Unterstützerstimmen, die er als unabhängiger Kandidat benötigt, hatte er schnell zusammen. Innerhalb von zwei Tagen sei dies erledigt gewesen. Der gebürtige Wommelshäuser ist kein Unbekannter in Bad Endbach, obwohl er zwölf Jahre in Frankfurt und jetzt bereits zwölf Jahre in Kassel als Schornsteinfeger arbeitet. Er sieht in seiner Kandidatur eine Alternative. Die anderen fünf Kandidaten hätten keinen hohen Bekanntheitsgrad. Das habe ihm den Entschluss zur Kandidatur erleichtert.

Seit drei Monaten betreibt Stoll die Gastwirtschaft Salzböde Stübchen. Dort festigte sich bei ihm auch der Gedanke, in der Gemeinde etwas zum Positiven verändern zu wollen. Auf die Frage, was er vorhabe, was die anderen Kandidaten nicht machen, hat er bereits Antworten parat. Der Leerstand beschäftigt den 44-Jährigen genauso wie eine Verbesserung der Zusammenarbeit der örtlichen Vereine. Für ihn ist es wichtig, dass sich die Vereine gegenseitig unterstützen. Es solle nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen.

Treffpunkt für alle Vereine im Blick

Auch das Ortsteildenken zwischen Hartenrod und Bad Endbach soll unter seiner Regie der Vergangenheit angehören. Dazu will er versuchen, das einstmals groß gefeierte Dorffest in Bad Endbach wieder zu beleben. Während in Hartenrod jährlich der Johannismarkt gefeiert wird, habe man den Turnus des Dorffestes auf alle zwei Jahre festgelegt, aufgestellt würden nur wenige Buden. Auch habe Bad Endbach einiges mehr zu bieten. Warum nicht im Sommer ein Festival mit Live-Musik ausrichten nach dem Gladenbacher Vorbild, das derzeit donnerstags auf dem Marktplatz stattfindet und mitunter bis zu 1000 Besucher pro Abend begeistert?

Bei den Vereinen will er zuerst ansetzen und versuchen, das Miteinander zu fördern. Wenn ihm das Projekt Bürgermeister misslingt, will er an dem Plan, die Vereine zusammenzubringen, trotzdem festhalten. In seinem Biergarten will er einen Maibaum aufstellen mit den Emblemen der 22 Bad Endbacher Vereine. Dort will er den Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich zu treffen. Stoll hat noch zwei Monate Zeit, die Bad Endbacher von sich und seinen Zielen zu überzeugen.

von Silke Pfeifer-Sternke

Einen Steckbrief von Carsten Stoll lesen Sie hier.
 
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