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400.000 Euro für Sauna-Erweiterung

Haushalt 400.000 Euro für Sauna-Erweiterung

Eine mögliche Erweiterung der Saunalandschaft der Lahn-Dill-Bergland-Therme und der Wohnmobilstellplatz haben den Bad Endbacher Haupt- und Finanzausschuss beschäftigt.

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Bürgermeister und Erster Beigeordneter Bad Endbachs halten die Sanierung und Erweiterung der Saunalandschaft für nötig.

Quelle: Patrick Seeger

Bad Endbach. Neben dem Haushaltsentwurf für 2018 hat sich das Gremium mit dem ­Eigenbetrieb der Kommune befasst. Dessen Wirtschaftsplan umfasst die Bereiche Lahn-Dill-Bergland-Therme, den Touris­mus, das Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum (KSF) sowie die Wind- und Sonnenstrom­anlagen.

Eine Problematik, die schon seit Jahren diskutiert wird, sind die Zuschüsse für die Therme. Diese werden durch ­Gewinne aus dem Stromverkauf der Windräder und der Foto­voltaik reduziert. Für 2018 ist geplant, die Saunalandschaft für 400.000 Euro zu erweitern und die bestehenden Dampfsaunen für 100.000 Euro zu sanieren. Bei diesen Zahlen kamen erneut Fragen von den Ausschussmitgliedern auf, warum diese Ausgaben nötig seien, obwohl die Therme bisher nur Verluste für die Gemeinde eingebracht ­habe.

Der Erste Beigeordnete Arndt Räuber (FWG) entgegnete, dass die Saunalandschaft selbst keine Verluste einbringe und theoretisch auch ohne das Bad ­erfolgreich betrieben werden könne. Allerdings sei dies nicht sinnvoll, da sowohl für den Tourismus als auch für die eigene Bevölkerung ein Schwimmbad notwendig sei.

Bürgermeister verteidigt Haushaltsposten

Die Saunalandschaft in Bad Endbach erhielt im ­Oktober 2015 das Prädikat „Fünf-­sternepremium-Sauna“. Nur drei Saunabäder in ganz Hessen haben diese Auszeichnung. Um diesen Standard zu erhalten, sei die regelmäßige Sanierung und Modernisierung notwendig, sagte Räuber. Dafür seien die 100.000 Euro vorgesehen.

Die Erweiterung für 400.000 Euro sei hingegen nötig, weil sich bei Aufgüssen die Besucher in wenigen Bereichen stauten, erläuterte Bürgermeister Markus Schäfer (CDU). Theoretisch könnten die Aufgüsse in mehreren Saunen gleichzeitig ­angeboten werden, doch dafür müsste zusätzliches Personal eingestellt werden, was wiederum mit Zusatzkosten verbunden wäre.

Nach diesen Erläuterungen beließen die Ausschussmitglieder die 400.000 Euro im Plan. Wie das Problem gelöst werden könnte, soll in der Thermenkommission weiter beraten werden.

Wirtschaftsplan einstimmig befürwortet

Mit einem Sperrvermerk belegten die Politiker hingegen ­eine andere angedachte Investition. Im Jahr 2018 soll für 100.000 Euro ein Wohnmobilstellplatz geplant und in den Folgejahren für 470.000 Euro realisiert werden.

Aktuell können Übernachtungsgäste, die mit einem Wohnmobil anreisen, am KSF-Zentrum parken, hier Strom bekommen sowie Duschen und Toiletten in der Sportanlage nutzen. Durch den Sperrvermerk soll sichergestellt werden, dass vor einem ersten Spatenstich die Parlamentarier alle Pläne gesehen und ihnen mehrheitlich zugestimmt haben. Beim Bau des KSF-Zentrums sei dies nicht korrekt gelaufen, begründeten die älteren Ausschussmitglieder ihre Vorbehalte.

Nach dieser Klärung wurde der Wirtschaftsplan einstimmig befürwortet und als Empfehlung zur endgültigen Abstimmung in die Gemeindevertretung gegeben. Diese tagt am Montag, 
6. November.

von Peter Piplies

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