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„Julian Schweitzer kann Bürgermeister“

Bürgermeister-Kandidat Bad Endbach „Julian Schweitzer kann Bürgermeister“

Die SPD Bad Endbach will nach 24 Jahren wieder eine Bürgermeister stellen. Sie schickt den Bottenhorner Julian Schweitzer ins Rennen.

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Die Rathaustür öffnet sich hinter dem Bottenhorner Julian Schweitzer, der dort im Januar 2018 als Bürgermeister für die ­Sozialdemokraten einziehen will.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Zwei bunte Festivalbändchen am Handgelenk, legere Business-Kleidung und den Willen, etwas zu bewegen: Julian Schweitzer stellt sich vor. „Der 24-Jährige kann Bürgermeister.“ Davon ist Klaus Eckel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Endbach, felsenfest überzeugt. Rückhalt hat Schweitzer – vom Vorstand und den Mitgliedern.

Seine Nominierungsrede war überzeugend. Jetzt gilt es, im Wahlkampf die Wähler davon zu überzeugen, dass Jugend nicht gleich Leichtsinn bedeutet. Schweitzer soll für Kontinuität stehen. Sein junges Alter spreche dafür, dass er in sechs Jahren nicht den Wunsch hegt, aus dem Amt zu scheiden, sagt Eckel.

Sofern das Parlament zustimmt, wird in Bad Endbach am 24. September zeitgleich mit der Bundestagswahl der Bürgermeister gewählt. Die Amtszeit von Bürgermeister Markus Schäfer (CDU) endet Anfang Januar. Nach zwei Legislaturperioden ist für Schäfer krankheitsbedingt Schluss. Die Chance, die sich dem jungen Kommunalpolitiker, der für die SPD sowohl im Gemeindeparlament als auch im Kreistag sitzt, bietet, will er nicht verstreichen lassen. Für die CDU heißt das nun bei der Kandidatensuche, nachziehen zu müssen. „Unsere Nominierung erfolgte zu einem idealen Zeitpunkt“, sagt Eckel.

Schweitzer: Mein Alter spielt schon eine Rolle

Die Entscheidung zu kandidieren, hat sich der Sozialpädagoge reiflich überlegt. Mit seiner Familie und mit seinen Freunden hat er die Kandidatur lange besprochen. Seit seiner Nominierung steht sein Smart­phone nicht mehr still. Glückwünsche kommen von allen Seiten, auch von der lokalen Politikprominenz: Sören Bartol (Bundestagsabgeordneter) und Angelika Löber (Landtagsabgeordnete).

Sein Alter spiele bei all diesen Gesprächen schon eine große Rolle, gibt Schweitzer zu. Aber: „Ich halte es für realistisch, dass ich es schaffen kann“, sagt er. Der 24-Jährige will für sein Zuhause Bad Endbach Verantwortung übernehmen. Deshalb will er sich der Herausforderung stellen. Bisher war er erfolgsverwöhnt. Er schaffte bei der Kommunalwahl ad hoc den Sprung ins Parlament, in den Kreistag rückte er zügig nach.

Im März stellt er ein Wahlkampfteam zusammen, mit dem er bespricht, was als Nächstes zu tun ist und welche Veranstaltungen und Aktionen geplant werden sollen. „Ich bin kein Einzelkämpfer“, sagt er. Flankieren will er seine Präsenz vor Ort in den sozialen Netzwerken. 2016 ist dieses Konzept für ihn voll aufgegangen. Sein erster Wahlkampftermin steht schon in seinem Kalender: Am 4. März wird er sich bei einer Veranstaltung der Jusos Marburg-Biedenkopf im Bürgerhaus seines Heimatdorfes vorstellen.

Kandidat wehrt sich gegen Kritik

Unvorbereitet geht er nicht ins Rennen: Er hat vier Themen ausgewählt, für die er sich starkmachen will.

* Er will die Attraktivität und die Wohnqualität in Bad Endbach steigern, gleichzeitig soll das Leben in der Gemeinde bezahlbar bleiben.

* Er will Arbeitsplätze sichern und neue Firmen ansiedeln.

* Er will den Tourismus ausbauen. Bad Endbach soll nicht nur Entspannung, sondern auch Abenteuer bieten.

* Er will junge Menschen überzeugen , die Geschicke ihrer Gemeinde aktiv mitzugestalten.

Schweitzers Wahlkampf soll sich von denen der vorherigen Bürgermeister abheben, seiner ist jung und modern. Das Argument, er habe keine Verwaltungserfahrung, wiegelt er ab. Er kennt Abläufe in der Verwaltung. Außerdem sei er in seinem Job verantwortlich für Finanzen und Buchhaltung – „Ich werde den finanziellen Spielraum im Blick haben.“

von Silke Pfeifer-Sternke

Einen Steckbrief von Julian Schweitzer lesen Sie hier.
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