Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Bad Endbach will Radwanderweg

Kooperation mit Siegbach Bad Endbach will Radwanderweg

In Bad Endbach kündigt sich der Kauf der Bahnstrecke zwischen der Landesstraße 3050 bis zum Eisenbahntunnel Hartenrod an. Dort könnte ein Radwanderweg entstehen.

Voriger Artikel
Ehrenmedaille für langjährigen Einsatz
Nächster Artikel
Baustoffhandel siedelt sich an

Radwandern ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Bad Endbach will von diesem Trend profitieren und prüft die Möglichkeit, auf der ehemaligen Bahntrasse zusammen mit Siegbach einen Radwanderweg zu bauen.

Quelle: Alexander Rochau

Bad Endbach. Noch ist es nur die Absichtserklärung, einen Radwanderweg zu bauen, mit der sich die Gemeindevertretung ein derartiges Projekt offenhält. Diese Gelegenheit soll nicht ungenutzt verstreichen.

Arndt Räuber hat als Stellvertreter des Bürgermeisters Markus Schäfer bereits die richtigen Weichen für das Projekt gestellt. Sein Engagement führte ihn in den Nachbarkreis nach Siegbach. Denn dort war man bereits tätig und will Bad Endbach mit ins Boot holen.

Die Bahn AG sei derzeit bestrebt, größere Abschnitte ­ihres Geländes abzugeben, erklärte­ Räuber den Fraktionen am Freitagabend im Gemeindeparlament. Es sei eine gute ­Gelegenheit, für die Kommune, ­etwas zu schaffen, ergänzte er. Außer bei Siegbach hat Räuber auch schon bei der Unteren Naturschutzbehörde angeklopft, um ein Okay für den geplanten Radwanderweg zu erhalten.

Vorschlag: Projekt ins
 Auge fassen und umsetzen

Eine Zustimmung erfolgt laut Räuber, wenn der Tunnel in der kalten Jahreszeit – also von ­November bis Anfang März – geschlossen bleibt. Grund sind die dort lebenden Fledermäuse, die in ihrer Winterruhe nicht gestört werden sollen.

Auch bei Landrätin Kirsten­ Fründt hat Räuber bereits in ­Sachen Radweg vorgesprochen und die Möglichkeiten von ­Zuschüssen ausgelotet. „Das ­Interesse ist da. Ich kann aber im Detail nicht sagen, wie es sich auswirken wird“, sagte er. Doch die Landrätin habe großes Interesse gezeigt, den täglichen Gebrauch von Fahrrädern im Kreis zu fördern. „Deshalb schlage ich vor, dass wir das Projekt ins ­
Auge fassen und umsetzen“, appellierte er an die Gemeindevertreter.

Eine Kostenschätzung hat Räuber auch vorgelegt. Die Gemeinde Siegbach plant einen 3,7 Kilometer langen Radweg, der in der Gemarkung Hartenrod auf einer Länge von 950 Metern ab Mitte des Tunnels fortgesetzt werden soll. Für den in Eisemroth geplanten Radweg fallen Kosten in Höhe von 926.000 Euro an, davon muss die Gemeinde Siegbach 278.000 Euro selbst tragen. Für Bad Endbach bedeutet das Projekt geschätzte Kosten in Höhe von 201.500 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde beläuft auf 60.000 Euro.

Gemeinde ein Stück lebenswerter machen

In der Begründung zur Beschlussvorlage des Magistrats heißt es: „Mit dieser Umwidmung der Bahntrasse können sowohl Gäste als auch einheimische Bevölkerung auf diesem neuen und attraktiven Radwanderweg die unmittelbare Region rund um Bad Endbach erfahren und andere Attraktionen nutzen. Als eine Attraktion wurde auf das Naturerlebnisbad in Siegbach hingewiesen. Mit dem Angebot eines Radwandernetzes sei es möglich, zusätzlich Gäste für Bad Endbach zu gewinnen und zu halten.

„Damit schaffen wir eine touristische Möglichkeit und machen Bad Endbach ein Stück ­lebenswerter und liebenswerter“, sagte Räuber. Claus Lixfeld (CDU) gab zu bedenken, dass der Tunnel irgendwann aufhört und dass eine Anbindung an den Salzböde-Radweg sinnvoll sei und beantragte daher die Beschlussvorlage an den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen.

Im Grundsatz waren sich die Parlamentarier einig, dass sich Bad Endbach diese Möglichkeit unbedingt offenhalten sollte. Räuber versicherte, dass „bis Ende Januar in der Sache nichts passiert“ und freute sich über die Signale der Gemeindevertreter, die das Projekt nicht ablehnten, sondern lediglich ­
Beratungsbedarf anmeldeten. Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Projekt befassen.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr