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Backstraße für arabisches Fladenbrot

Gewerbegebiet Pützwiese Backstraße für arabisches Fladenbrot

Das Gewerbegebiet ­Pützwiese ist in der ­gleichnamigen Straße 
entlang der ehemaligen Bamberger-Hallen nahezu komplett vergeben. Nur noch zwei Grundstücke sind demnächst verfügbar.

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Der Schatten der ehemaligen „Bamberger-Halle“ deckt einen Teil des Geländes ab, das ein heimischer Investor von der Gemeinde Dautphetal kaufen will, um darauf eine Produktionshalle für Backwaren und ein Bürogebäude zu errichten.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Es war eine große Investition, als die Gemeinde Dautphetal vor ein paar Jahren die Grundstücke zurückkaufte, die der Firma Bamberger zwischenzeitlich zur benötigten Erweiterung ihrer Produktionsstätte fehlten und schließlich das Aus für den Hersteller von Sanitäreinrichtungen bedeuteten.

Für die Gemeinde bot der Erwerb die Chance, die „Grüne Mitte“ nach ihren Wünschen – am oberen Hangende ein Mischgebiet, in der Mitte ein „grünes Band“ als Erholungsfläche und am unteren Ende ein Gewerbegebiet „Pützwiese“ – zu gestalten, barg aber auch ein finanzielles Risiko in sich. Neben dem Kaufpreis waren auch noch Investitionen nötig, um das Gewerbegebiet zu vermarkten.

Interessent plant Bürogebäude mit Lagerhalle

Nicht erst seit die Straße „Pützwiese“ Ende Mai 2011 fertiggestellt wurde, begann der Verkauf der Grundsstücke, viereinhalb Jahre später sind sie fast alle vergeben. Wenn die Gemeindevertretung am Montag der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses folgt und einem weiteren Verkauf zustimmt, verbleiben nur noch zwei Grundstücke von 2000 beziehungsweise 3600 Quadratmetern im vorläufigen Gemeindebesitz.

Das jetzt zum Verkauf anstehende Teilstück umfasst 4500 Quadratmeter im Schatten der ehemaligen Bambergerhallen. Interessent ist die Friedensdorfer Firma „Claudia Gaz Vermietung“. Das Unternehmen beabsichtigt, aus den Bambergerhallen in ein zu errichtendes Bürogebäude mit einer Grundfläche von 150 Quadratmetern umzuziehen, das an eine Produktions- und Lagerhalle angegliedert ist. Dafür sind rund 1000 Quadratmeter vorgesehen, sodass eine ebenso große Fläche in Richtung „Torglas Service GmbH“ für eine eventuelle spätere Erweiterung vorerst unbebaut bleibt.

„Claudia Gaz Vermietung“ will laut Vorlage des Hauptausschusses in der Pützwiese eine Produktionshalle zur Herstellung von Backwaren bauen. Das Projekt wurde schon den Mitgliedern des Gemeindevorstandes vorgestellt. Bei den Backwaren handelt es sich um Fladenbrot nach arabischer Art, mit dem das Unternehmen eine Marktlücke in der Region zu schließen hofft.

Neubau eines Autohauses

Voraussichtlich 135.000 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 30 Euro entspricht, bringt der Verkauf der erschlossenen Fläche der Gemeinde ein. Einer Einnahme von 97.000 Euro stimmte die Gemeindevertretung bereits im November zu, als 2500 Quadratmeter entlang der Friedensdorfer Straße an das Unternehmen WBC – Bauen für Senioren aus Wehrda – veräußert wurden. 24 barrierefreie Wohnungen möchte das Wehrdaer Unternehmen am oberen Rand der „Pützwiese“ errichten.

Ebenfalls einen Platz im Gewerbegebiet hat sich Emay Automobile aus Wolfgruben gesichert. Auf 3500 Quadratmetern, am Ende der „Pützwiese“ zur Straße „Auf den Högern“ hin, soll ein Autohaus entstehen. Der Verkauf brachte der Gemeinde 110.000 Euro ein.

Bereits bebaut ist ein Grundstück an der Straße „Pütz­wiese“. Gegenüber des ehemaligen Bambergergebäudes steht die Halle der „Torglas Service GmbH“. Dieses wird vielleicht bald „Anschluss“ erhalten, hoffen die Gemeindevertreter. Links und rechts davon befinden sich die beiden noch ­unveräußerten Grundstücke. Diese sind nach Einschätzung von Fachbereichsleiter Hermann Henkel „definitiv veräußerbar“, also nicht zu klein.

  • Die Dautphetaler Gemeindevertretung tagt am Montag, 14. Dezember, ab 14 Uhr im Bürgerhaus Dautphe. Auf der Tagesordnung stehen auch noch Prüfanträge der CDU-/FW-­Koalition zur flexibleren Förderung von Vereinen und der Überprüfung der Förderrichtlinien für die Bad-Fördervereine sowie für eine Konzeption eines Willkommenspakets für Neugeborene in der Gemeinde (die OP berichtete).

von Gianfranco Fain

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