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B 62: nächster Schritt im März

Ortsumgehung Eckelshausen B 62: nächster Schritt im März

Bis Ende März wollen die Mitarbeiter der Straßenbaubehörde die Wünsche des Bundesverkehrsministeriums berücksichtigen und die Pläne ans RP Gießen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens weiterreichen.

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Dieses Bild könnte schon bald der Vergangenheit angehören: Die Verwirklichung der Ortsumgehung Eckelshausen rückt in greifbare Nähe.

Quelle: Fain

Biedenkopf. Der Zeitpunkt zum Erreichen des nächsten Meilensteins zur Verwirklichung der Umgehungsstraße um den Biedenkopfer Stadtteil Eckels­hausen ist genannt. Freitagmittag legten sich Eugen Reichwein und Dr. Lars Fischer von Hessen Mobil fest: Bis zum März habe­ die hessische Straßenbaubehörde die vom Bundesverkehrsministerium gewünschten erneuten Änderungen in die ­Pläne eingearbeitet. Nach einer „Qualitätssicherung“ in Wiesbaden würden die Unterlagen wohl Ende März an das Regierungspräsidium (RP) in Gießen weitergeleitet, wo das Planfeststellungsverfahren einzuleiten ist, erklärte Planungsdezernent Fischer.

Da dann das RP wie zuvor das Bundesministerium die verfahrensführende Behörde sei, „müssen wir wieder Geduld ­haben“, ergänzte der Regional­bevollmächtigte Reichwein. Wie lange es dauern werde, vermochte Reichwein nicht zu sagen.

Wie die OP einen RP-Sprecher bereits zitierte, kann für das Planfeststellungsverfahren bestenfalls mit einer Dauer von einem Jahr gerechnet werden – wenn es keine gravierenden Einwände zum Beispiel von Naturschutzverbänden oder Privatleuten gibt. Werde gegen das Vorhaben gar geklagt, könne niemand eine seriöse Prognose über die Dauer abgeben.

Fledermaus-Schutzwände müssen vier Meter hoch sein

Wie Dr. Fischer weiter berichtete, haben die Mitarbeiter des Bundesministeriums den Straßenplan von Hessen Mobil „intensiv geprüft“. Herausgekommen seien aber keine Forderungen nach großen oder gravierenden Änderungen. Einzig die Irritationsschutzwände für Fledermäuse auf beiden Seiten der zwei Brückenbauwerke seien von den vorgesehenen­ zwei auf vier Meter zu erhöhen. Wobei Hessen Mobil prüfen werde, ob diese transparent gehalten werden können. Zudem müssten noch weitere Dokumente für die Planfeststellung angefertigt werden, erläuterte Fischer.

Er gab auch einen Ausblick auf die folgenden Schritte. Liege der Beschluss der Planfeststellung vor, könne die Hessische Landgesellschaft mit dem Landerwerb zu ortsüblichen Preisen beginnen, wobei letztlich auch Enteignungen möglich sind. Und: Im kommenden Jahr werde Hessen Mobil mit der Erkundung des Baugrundes beginnen.

Sowohl Bürgermeister Joachim Thiemig, als auch Siegfried Engelbach als Ortsvorsteher des Biedenkopfer Stadtteils, äußerten ihre Zuversicht, den nächsten Meilenstein zu erreichen. Er sei optimistisch, weil er keine erkennbaren Widerstände gegen die Umgehungsstraße erkennen könne, sagte Sozialdemokrat Thiemig. Seiner Ansicht nach ist die Stadt bei Hessen Mobil „gut aufgehoben“. Darin pflichtete ihm Engelbach mit einem Lob bei: „Die Termine, die Hessen Mobil bisher genannt hat, haben immer gepasst.“

Engelbach bedauerte, dass Erich Morherr bei diesem freudigen Anlass wegen einer Erkrankung nicht dabei sein konnte. Erich Morherr ist der einzig verbliebene aus dem dreiköpfigen Sprecherrat der Bürgerinitiative, die sich seit mehr als 25 Jahren für den Bau der Umgehungsstraße um den vom Straßenverkehr geplagten Ort einsetzt. Seine beiden Mitstreiter, Werner Morherr und Eckhard Schmitt, sind bereits verstorben.

von Gianfranco Fain

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