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B 255 ist nächstes Jahr an der Reihe

Fahrbahnerneuerung B 255 ist nächstes Jahr an der Reihe

In Gladenbach herrscht rege Bautätigkeit. Aber eine Großbaustelle bleibt den Autofahrern erspart: Die Erneuerung der Fahrbahn in der Gießener Straße ist auf nächstes Jahr verschoben.

Gladenbach. . Zügig voran geht die Erschließung des Sportplatzgeländes als Baugebiet. Dies hat die Stadt - genauso wie die Vermarktung - in die Hände der Hessischen Landgesellschaft (HLG) gelegt. Eine Vorleistung der HLG in Höhe von 320000 Euro machte es möglich, dass der Gladenbacher Sportclub seinen Kunstrasenplatz bauen und der Turnverein seine Leichtathletik-Anlagen erneuern konnte. Aus dem Verkauf der 21 Bauplätze erhofft sich die Stadt einen kleinen weiteren Erlös.

Am meisten ins Auge fällt eine Baustelle, die noch ein paar Wochen bestehen bleibt: die Umgestaltung der sogenannten Innenstadt-Insel. Auf dem Areal zwischen Marktstraße und Teichstraße ist ein großer Teil der Arbeiten abgeschlossen. Das Geländes bietet künftig zusätzliche Parkfläche und Platz für Feste und Veranstaltungen.

Während dort noch fleißig gebaut wird, sollten eigentlich an anderer Stelle längst Arbeiter mit schwerem Gerät angerückt sein: Nach dem Kirschenmarkt sollte die Fahrbahn in der Gießener Straße grundhaft erneuert werden. Dabei ging es nicht nur um die Erneuerung der Deckschicht. Auch Gehwege müssen teilweise erneuert werden.

Hessen Mobil habe im Spätsommer 2013 über dieses Bauvorhaben informiert, berichtet Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber.

Es habe zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr bestanden, etwa den nötigen Ausbau von Teilen des Gehweges in der Gießener Straße mit in den Haushalt aufzunehmen, erklärt er. Gleichwohl erschien es sinnvoll, die städtischen Vorhaben im Zuge der Fahrbahnerneuerung mit zu erledigen. Ansonsten müsste man die dann neue Straße in ein paar Jahren wieder aufreißen. Handlungsbedarf besteht unter anderem in Höhe des Lidl-Marktes, wo eine Stützmauer errichtet werden muss, an anderen Stellen sind die Gehwege sehr schmal. Weil die Zeit drängte, setzte die Verwaltung alles in die Wege, um die Grundlagen für den Bau der sogenannten Nebenanlagen zu schaffen. Der Magistrat gab entsprechende Planungen in Auftrag. Im Zuge dieser Bauarbeiten auf der B 255 sollte auch ein anderes Projekt realisiert werden, das im gültigen Bebauungsplan bereits vorgesehen ist: eine neue Anbindung der Haydnstraße an die Bundesstraße.

Dort soll eine übersichtliche Kreuzung mit der Goethestraße entstehen. Bisher besteht nur über die schmale Straße „Bockshecke“ eine Anbindung ins „Musikerviertel“. Beim Abbiegen in die „Bockshecke“ kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen. Die Einfahrt wird vom nachfolgenden Verkehr oft nicht wahrgenommen, weil der Gehweg dort optisch nicht unterbrochen ist. Auch für dieses Projekt hatte der Magistrat einen Planungsauftrag vergeben. Ebenso auf den Weg gebracht wurden Förderanträge für die Bauvorhaben der Stadt, die bis Mitte März bei den Zuschussgebern vorliegen mussten. Alles war im Zeitplan, bis dann die Zuversicht, das Projekt kurzfristig realisieren zu können, durch eine Nachricht des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) gebremst wurde: Der Zweckverband wollte im Zuge des Straßenbaus Versorgungsleitungen erneuern. Für das auch für den ZMW sehr kurzfristige Projekt war kein Geld da.

Kehrtwende beim Zweckverband kam zu spät

Also gab es keinen Grund mehr zu Eile. Als dann im Mai der Verband überraschend mitgeteilt habe, die Finanzierung sei nun doch gesichert, sei die Zeit zu knapp gewesen, sagt Bauamtsleiter Weber.

Plan sei es nun, die verschobenen Arbeiten im zeitigen Frühjahr anzugehen und vor Kirschenmarkt zu beenden. Nach dem Fest könnte ein weiteres Vorhaben realisiert werden, dass Hessen Mobil ohnehin für 2015 vorgesehen hatte: die Erneuerung der Fahrbahnoberfläche der B255 im Bereich der Marktstraße und Teichstraße.

von Hartmut Berge

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