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Autor: Bücher haben oft das Nachsehen

Lahntalschule Autor: Bücher haben oft das Nachsehen

Die Biedenkopfer Lahntalschule war am Samstag ein Mekka für Bibliothekare aus ganz Hessen. Zum 20. Mal fand dort der hessische Schulbibliothekstag statt.

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Anette Zinser (links) leitete einen Workshops zum Thema „Erkenntnisse über das neurowissenschaftliche Lernen“.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. 1987 begonnen, zunächst jährlich und später alle zwei Jahre fortgesetzt, hat sich der hessische Schulbibliothekstag zum größten europäischen Fachkongress seiner Art entwickelt. Mittlerweile haben mehrere andere Bundesländer nachgezogen und bieten nach hessischem Vorbild ebenfalls Schulbibliothekstage in regelmäßigen Abständen an.

Die letzte Auflage in Hessen fand im März 2009 in Hofheim am Taunus statt. Zu den damaligen Teilnehmern zählten auch die Biedenkopfer Gymnasiallehrerinnen Silvia Henkel und Else Jahnert. „Warum nicht auch bei uns?“, befanden beide und brachten den Stein ins Rollen. Welche Schule den Zuschlag erhält, darüber entscheidet die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Hessen (LAG), gemeinsamer Veranstalter mit dem Projektbüro Schulbibliotheken, einer nachgeordneten Institution des Hessischen Kultusministeriums.

„Meistens sind es Gymnasien oder Gesamtschulen“, erklärte LAG-Vorsitzender Günther Brée im Gespräch mit der OP. Der Grund: Eine Schule müsse groß genug sein, um die Voraussetzungen für die Durchführung eines Schulbibliothekstages erfüllen zu können. Sie müsse beispielsweise Platz für mindestens 300 Gäste und Räume für mehr als 20 Workshops bieten können. Und natürlich müsse sie auch über eine Bibliothek verfügen. Kriterien, die die Lahntalschule, die sich als Schulbibliothek des Jahres 2012 bewirbt, erfüllt.

Die „Mediothek“ des Gymnasiums umfasst einen Bestand von 8.500 Büchern und 350 weiteren Medien und ist während der gesamten Unterrichtszeit geöffnet. Else Jahnert und ihr Kollege Christoph Terno sind die verantwortlichen Lehrer.

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich in 29 Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten rund um Medien und Literatur zu befassen, etwa mit der Verfilmung von Literatur, zu der der bekannte Medienwissenschaftler Professor Karl Prümm referierte.

Oftmals, stellte Prümm heraus, werde die in einem Roman vermittelte Atmosphäre nur oberflächlich aufgegriffen oder gar durch eine Aktualisierung und Modernisierung im Film „plattgemacht“. Die Wirkung eines Romans könne dann am besten im Film beibehalten werden, wenn „keine Reduktion auf das Äußere“ erfolge, wenn nicht nur die Kostüme der Figuren, sondern auch deren Verhaltensweisen der jeweiligen Zeit angepasst würden.

Interessante Erkenntnisse rund um gehirnfreundliches Lernen vermittelte Anette Zinser, Lehrerin an der Grundschule Mengsberg-Momberg. Bereits ein halbes Jahr nach der Geburt könnten Säuglinge die Phoneme ihrer Muttersprache von denen anderer Sprachen unterscheiden, berichtete die Grundschullehrerin

von Björn-Uwe Klein

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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