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Autohändler muss jetzt hinter Gitter

Verurteilung Autohändler muss jetzt hinter Gitter

Ein mehrfach vorbestrafter Autoverkäufer aus dem Hinterland muss hinter Gitter, weil er einer Kundin das Geld für ein Auto nicht zurückerstattete, das diese wegen Mängeln zurückgab.

Biedenkopf. Richter Mirko Schulte, Direktor des Amtsgerichts Biedenkopf, verurteilte den 45-Jährigen am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten und zwei Wochen ohne Bewährung.

Kurz nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens brachte die Kundin diesen in die Werkstatt des Verkäufers zurück, da sie zuvor deutliche Mängel an dem Fahrzeug festgestellt hatte. Der Verkäufer versprach, den Betrag von rund 3.300 Euro zurückzuüberweisen. Ihr Geld hat die Kundin bis heute nicht erhalten. Der Händler gab vor Gericht an, aufgrund seiner äußerst problematischen finanziellen Situation nicht zahlen zu können.

Dass der Verkäufer nicht zum ersten Mal in dieser oder ähnlicher Weise auffällig wurde, bewies ein Blick in sein Vorstrafenregister, das acht Eintragungen aufweist, unter anderem Betrugsdelikte und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Auch der im Betrieb mitarbeitende 24-jährige Sohn des Geschäftsinhabers musste sich vor Gericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, im Dezember 2009 bei einer Internet-Auktion einen Kleinwagen angeboten zu haben, den er nicht als Unfallfahrzeug kenntlich gemacht hatte. Erst durch einen Vorbesitzer erfuhr die Käuferin des Wagens von der Unfall-Vorgeschichte.

Wenngleich er die Mängel beseitigt habe, so sei es dennoch seine Pflicht, darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Unfallwagen handele, belehrte Schulte den jungen Mann. Der war geständig und erhielt eine Strafe von 30 Tagessätzen zu jeweils 15 Euro.

von Björn-Uwe Klein

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