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Ausverkauft: Aus drei mach sieben

Musical "Eingefädelt" Ausverkauft: Aus drei mach sieben

Auch die Zusatzvorstellungen des Musicals „Eingefädelt“ sind schon fast ausverkauft. Wer noch Karten bekommen möchte, muss sich beeilen.

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Einen musikalischen Vorgeschmack auf das Musical boten Yana Gercke, Paul Graham Brown am Flügel und Karsten Kenzel.

Quelle: Foto: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Am Anfang waren aller guten Dinge drei: Drei Termine, an denen das Musical „Eingefädelt” aufgeführt werden sollte. Schnell waren die Karten für das Premierenwochenende am 23. bis 25. August ausverkauft. Die Veranstalter setzten zwei Zusatztermine an, wieder gingen die Karten weg wie warme Semmeln. Und so entschlossen sich Biedenkopfs Kulturreferentin Birgit Simmler und ihre Mitstreiter, zwei weitere Zusatzvorstellungen anzubieten: Am Samstag, 31. August, um 20 Uhr, und am Sonntag, 1. September, um 17 Uhr. Und auch für diese beiden Termine sind schon nur noch wenige Karten erhältlich.

Knapp 2000 Tickets wurden bislang verkauft. Aus drei Vorstellungen sind letztlich sieben geworden - und dabei soll es auch bleiben, wie die Veranstalter gestern während einer Pressekonferenz im Biedenkopfer Rathaus deutlich machten. Auch für die zuletzt hinzugekommenen Zusatzvorstellungen sind nur noch wenige Karten erhältlich. Für Interessenten ist deshalb Eile geboten.

Die Freude über das riesige Interesse an dem Kulturereignis war gestern allen Teilnehmern der Pressekonferenz anzumerken. Ebenso eine große Zufriedenheit mit dem bisherigen Stand der Dinge, und nicht zuletzt Spannung auf die weiteren Vorbereitungen und die Premiere.

Neben der Musical-Regisseurin Birgit Simmler nahmen Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig, Anja Nieländer vom Eigenbetrieb der Stadt Biedenkopf, Produktionsassistent Patric Barthel, Musical-Komponist Paul Graham Brown sowie die Darsteller Yana Gercke, Karsten Kenzel, Dr. Carsten Wenzel, Lisa-Maria Joch und David Schroeder an der Konferenz teil.

Simmler bescheinigte dem Rathauschef eine große Unterstützung bei den Vorbereitungen. Die Stadt Biedenkopf habe bereits „viele Steine aus dem Weg geräumt” - was in Zeiten knapper Kassen alles andere als selbstverständlich sei.

Thiemig hob die identitätsstiftende Wirkung des Musicalprojekts hervor. Da ein Teil der Vorbereitungen im Rathaus läuft, habe er die Probenatmosphäre immer wieder miterlebt. „Man merkt, dass hier etwas Neues, etwas Besonderes und aus meiner Sicht Großartiges entsteht”, sagte Thiemig.

Die Mitwirkenden nutzten die Pressekonferenz auch, um auf den Inhalt des Musicals einzugehen. Im Mittelpunkt der Handlung steht Katha, die Tochter eines Biedenkopfer Tuchmachers, dargestellt von Yana Gercke. Völlig unerwartet gerät ihr geordnetes Leben aus den Fugen. Zu ihrem alten Leben gibt es kein Zurück mehr und schon bald ist Katha, die ein Geheimnis verbirgt, in ein abenteuerliches Vorhaben verwickelt: Sie wird zu einer wichtigen Figur in dem Plan, Landgraf Philipp den Großmütigen aus einer Gefangenschaft zu befreien.

Die Produzenten versprechen eine „abenteuerliche Liebesgeschichte mit komödiantischen Einschlägen” und sind zugleich um historische Korrektheit bemüht, schließlich ist die Handlung im Biedenkopf des 16. Jahrhunderts angesiedelt. Standesunterschiede spielen in dem Musical eine wichtige Rolle, und die zeigen sich beispielsweise in den Kostümen und dem Schuhwerk. So trägt der wohlhabende Tuchhändler Kurt Breidenstein (David Schroe­der) feste Schuhe, während das Schuhwerk des armen Färbers Stefan (Karsten Kenzel) eher wie eine Notlösung wirkt.

Schroeder sagte, dass das Verschmelzen zwischen einem Darsteller und der Figur, die dieser spielt, erst nach mehrmaligem Proben gelinge - dann erst könne man den Charakter der Figur persönlich erfassen. Diese Erfahrung habe er in seiner Rolle als Tuchhändler Kurt Breidenstein gemacht, der unter großem Geschäftsdruck steht. Anfangs ist der Tuchhändler völlig fixiert auf sein Geschäft, doch im Laufe der Handlung merkt er mehr und mehr, dass noch andere Inhalte zum Leben zählen.

Paul Graham Brown, Yana Gercke und Karsten Kenzel boten gestern einen Vorgeschmack auf die musikalischen Momente des Musicals. Der Komponist griff am Flügel in die Tasten, die beiden Darsteller sangen ein dramatisches Duett, in dem die komplizierte Zweisamkeit zwischen den Figuren Stefan und Katha deutlich wird. Auch solo zeigte Kenzel sein Können.

von Björn-Uwe Klein

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