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Ausstellung zeigt „Zwei Orte“

Syrer verarbeitete Flucht Ausstellung zeigt „Zwei Orte“

Am Mittwoch, 5. Oktober, beginnt um 19 Uhr in den Galerien im Treff und im Rathaus in Biedenkopf die Vernissage von Khaled Al Deab unter dem Titel „Zwei Orte“. Die Ausstellung ist bis Mitte Januar zu sehen.

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Dieses Selbstbildnis zeigt Khaled Al Deab als Darsteller im Musical „Der Postraub“.

Biedenkopf. In den Werken des Flüchtlings findet sich das „frühere“ Syrien ebenso wie der Krieg, der Weg nach Europa und das Ankommen in der hessischen Kleinstadt Biedenkopf. Neben der biographischen Entwicklung können die Betrachter der Bilder, die technische Entwicklung des Künstlers verfolgen.

Buntstiftzeichnungen zu arabischen Motiven wie Pferden und Kamelreitern folgen Bleistiftskizzen auf dem Weg, die Traum und Trauma bebildern.
Angekommen in Biedenkopf wendet sich Khaled Al Deab dem Malen mit Acryl auf Leinwand zu. Die Verarbeitung des Traumas, teils in abstrakteren 
Zugängen, mischt sich mit 
typisch Biedenkopfer Motiven wie einer friedvollen Lahnlandschaft oder dem Schloss.

Auch Projekt „Jan – Respect“ stellt aus

Die Ausstellung schließt die Reihe der kulturellen Projekte 
mit Flüchtlingen unter dem 
Titel „Neuanfänge“ innerhalb des Modellprojektes Kulturkoffer ab.

Khaled Al Deab wurde 1985 in Damaskus geboren. Dort lebte 
er bis zu seinem 27. Lebensjahr. Sein Kunststudium konnte er aufgrund des Krieges nicht beenden. Als 2013 eine Bombe in seiner Wohnung einschlug, flüchtete seine gesamte Familie nach Amman in Jordanien. 2014 kam er über die Balkanroute nach Deutschland und lebt jetzt mit seiner Frau in Biedenkopf.

Im März 2015 stellte Al Deab einige seiner Bilder während des Workshops „Fliehkräfte“ im Biedenkopfer Rathaus aus. Es folgten Ausstellung in der christlichen Bücherstube, im Landratsamt, in Gießen und Dillenburg. Bei den Biedenkopfer Schlossfestspielen spielte er im Musical „Der Postraub“ den Posträuber Jost Wege.

18 Werke der Gruppe „Jan – Respect“ umrahmen die Ausstellung in der Rathaus-Galerie. Die deutschen Jugendlichen und jungen Flüchtlinge stellten sich Anfang September in einem Workshop des Biedenkopfer Graphik-Künstlers Dirk Steinhöfel dem Thema „Mein Traum“. Die auf ihren Sätzen beruhenden Bilder lassen das Hoffen und Bangen, die Kraft und die Zerbrechlichkeit der Teilnehmer offenkundig werden.

Ausstellung

Die Ausstellung läuft vom 6. Oktober bis zum 12. Januar. 
Öffnungszeiten:

„Der Treff“ (Hainstraße 39): montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, donnerstags von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 06461/95240).

Rathaus (Hainstraße 63): montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, montags von 14 bis 15.30 Uhr und mittwochs von 14 bis 18 Uhr.

 
 
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