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Aus flinken Strichen entsteht Kunst

Serie Kunst als Hobby Aus flinken Strichen entsteht Kunst

Schülerin Sarah Abel entfaltet ihr künstlerisches Talent auf einem weißen Blatt Papier.

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Sarah Abel widmet sich sowohl in ihrer Freizeit als auch in der Schule ihrer Leidenschaft: Kunst.
Foto: Helga Peter

Kirchvers. Gleich zwei Talente sind „Am Heiligen Garten“ in Kirchvers zu Hause, wo mit der 16-jährigen Sarah Abel und ihrer zehnjährigen Schwester Miriam beide ihre Liebe zur Malerei entdeckt haben. Viel Zeit für ihr Hobby, das sie bis zum Leistungskurs ausgebaut hat, bleibt Sarah jedoch nicht. Für die G8-Schülerin des Gymnasiums Philippinum in Marburg stehen die schulischen Anforderungen derzeit im Vordergrund. Im nächsten Jahr schreibt sie ihre Abiturprüfung.

„Motive sind überall zu finden. Wenn ich was sehe, fällt mir etwas dazu ein“, berichtet die Schülerin und verweist lächelnd auf Kater „Nogger“, der sich währenddessen wohlig im Stuhl räkelt. Der Kater ist das erklärte Lieblingsmodell der Schülerin.

„Exotische Tiere mag ich und ich bin von ihnen beeindruckt“, berichtet die Schülerin und strahlt, wenn sie von ihrem Afrika-Urlaub mit ihren Eltern im vergangenen Herbst berichtet. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie zum Pinsel gegriffen hat und eine Giraffe in ihrem Zimmer als Wandgemälde anfertigte.

Motive aus dem Reich der Fantasie - besonders Drachen - bringt sie mit flinken Bleistiftstrichen zu Papier. Bedrohlich und scheinbar total friedlich gestalten sich diese Karikaturen, wobei die Zeichnung eines speziellen Drachenauges geradezu magisch ist und den Betrachter nicht loslässt.

Etwas Besonderes sind die Karikaturen zu ihrem Lateinprojekt „Dädalos und Ikarus“, die Sarah Abel gezeichnet und mit viel Fantasie dabei einen „jungen Ikarus“ der griechischen Mythologie aufs Papier „gezaubert“ hat.

In ihrer Zeichnungsmappe und an den Wänden ihres Zimmers sind expressionistische Zeichnungen, bei denen sie Gesicht, Körperform und Merkmale von Personen herausarbeitet, ebenso zu finden wie surreale Darstellungen.

Sarah Abel arbeitet mit Bleistift und experimentiert mit Kreide, Tusche sowie Voll- und Abtönfarben. Ihre Kunstwerke hatte sie im Mai 2012 in einer Ausstellung in Lohra gezeigt und will sich nun für die Kunsttage Marburg-Biedenkopf 2013 bewerben, die der Landkreis Marburg-Biedenkopf unter dem Motto „hinWeis(s)“ veranstaltet. Nach ihrem Abitur kann sie sich vorstellen, ein Studium der Naturwissenschaften Chemie und Kunst aufzunehmen oder ein freiwilliges soziales Jahr zu leisten.

Sarah Abel liest gerne, ist Mitglied im Kirchverser Schützenverein und liebt das Bogenschießen. Der Erwerb des Führerscheins ist derzeit das vorrangige Ziel der 16-Jährigen, die am 28. März ihren 17. Geburtstag feiert. Ihre zehnjährige Schwester Miriam besucht das Herder-Gymnasium in Gießen in der fünften Klasse und hatte für einen Wettbewerb unter dem Motto „Mein Bus und ich“ ihre Fantasie zu Papier gebracht. Dieser Entwurf sicherte ihr den Sieg und wurde als Titelblatt des Fahrplanes 2013 des RNV verwandt. „Der Fahrplan hat eine Auflage von etwa 5000 Exemplaren“, berichtete ihre Mutter nicht ohne Stolz.

von Helga Peter

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