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Aus Schandfleck wird Grünschnittlager

Eiserfelder Steinwerke Aus Schandfleck wird Grünschnittlager

Der Ortsbeirat Buchenau empfiehlt der Gemeinde, der Wiederverwertung der „Eiserfelder Steinwerke“ als Lagerplatz für Ast- und Grünschnitt eines heimischen Unternehmers zuzustimmen.

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Wenn alles nach Plan läuft, werden die Überreste der „Eiserfelder Steinwerke“ vor Ort mit einem Brecher zerkleinert und gleich in den Unterbau für den künftigen Grünschnittlagerplatz eingearbeitet.

Quelle: Helga Peter

Buchenau. Zu der Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend im Bürgerhaus begrüßte Ortsvorsteher Andreas Feußner auch einige interessierte Bürger. Der Ortsvorsteher informierte darüber, dass sich in Sachen „Eiserfelder Steinwerke“ etwas bewege. Die kritischen Zustände dieses „vermüllten Objektes“ würden den Ortsbeirat schon seit Jahrzehnten beschäftigen, erinnerte er.

In Verhandlungen mit der Gemeinde habe sich der Inhaber bisher wenig kooperativ gezeigt und viele Forderungen gestellt. „Gut Ding braucht Weile“, betonte Feußner und freute sich, dass mit Jürgen Bamberger nun ein heimischer Unternehmer an dem Gelände interessiert sei, der auf der Carlshütte einen Betrieb unterhalte auf dem Stell- und Lagerflächen fehlen.

Der zusätzliche Platz könne als Lagerfläche für Ast- und Grünschnitt dienen, um daraus Hackschnitzel zu erstellen. Die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer seien so weit fortgeschritten, dass ein Vertrag fixiert werden könne.

Dem Ortsbeirat sei es wichtig gewesen, die Anlieger rechtzeitig in diese Sache einzubinden. Dies sei mittlerweile bis auf einen Anlieger geschehen. Ein weiterer Beratungstermin habe zusammen mit Bürgermeister Bernd Schmidt, dem Ortsbeirat, den Anliegern und dem Interessenten stattgefunden.

Dabei habe dieser erklärt, dass er beabsichtige, Grünschnitt von der Carlshütte her auf diesem Grundstück zu lagern. Dieser müsse zunächst ein Jahr liegen. Zum Aufarbeiten werde ein Schredderer eingesetzt, der wenig Krach verursache.

Die Lastwagen-Bewegungen von seinem Betrieb aus würden in direkter Zufahrt zu diesem Gelände erfolgen. Er sei bereit, auch etwa zwei Meter abzugeben, um kritische Straßenpunkte zu beseitigen. Erdablagerungen und das Aufstellen von Containern seien in zweiter Linie geplant.

Andreas Feußner berichtete, dass der Interessent die maroden Bauwerke abtragen wolle. Diese sollten vor Ort mittels Brecher zerkleinert werden und als Unterbau dienen. Auch soll das Gelände mit einem Industriezaun als Sichtschutz eingezäunt werden. Der Ortsvorsteher berichtete auch, dass seinerzeit der Bebauungsplan geändert worden sei und damals die Einrichtung einer Abfallverwertungsanlage ausgeschlossen wurde.

Bebauungsplan muss womöglich geändert werden

Um dieses Gelände jedoch jetzt in der Form zu nutzen, müsse versucht werden, vom Regierungspräsidiums Gießen eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen oder der Bebauungsplan geändert werden. Dies müsse möglichst schnell geschehen, damit der Lagerplatz gebaut werden könne. Feußner zeigte sich erfreut darüber, dass dieser „unansehnliche Fleck“ verschwinde und der Platz vernünftig genutzt werde.

Ein Zuhörer wollte unbedingt sichergestellt wissen, dass die Zufahrt zu diesem Gelände in jedem Fall von der Carlshütte aus erfolge. Die Ortsbeiratsmitglieder Holger Gönner und Franz Kern regten an, die Zufahrt zu diesem Gelände beziehungsweise den Radweg ab Abzweig der Lahnbrücke mit einem Verbot für Lastwagen von mehr als 3,5 Tonnen zu belegen. Ein weiterer Zuhörer wies auf derzeitige Behinderungen des Radweges durch Container hin und die daraus resultierenden oftmals kritischen Zustände für die Verkehrsteilnehmer. Ein Bürger sprach auch die Verschmutzung des Radweges an.

Einstimmig votierte der Ortsbeirat dafür, der Gemeinde Dautphetal zu empfehlen, der Wiederverwertung des Geländes „Eiserfelder Steinwerke“ zuzustimmen, jedoch die Zufahrt zu diesem Gelände von der Elmshäuser Straße her für Laster über 3,5 Tonnen zu sperren.

von Helga Peter

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