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Auftakt im Vorzeigeobjekt

Tag der Regionen Auftakt im Vorzeigeobjekt

Landwirtschaftsstaatssekretär Mark Weinmeister gab gestern den Startschuss für die zahlreichen hessischen Beiträge zum Tag der Regionen.

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Sie freuten sich über die Übergabe der Antragsunterlagen (von links): die Bürgermeister Ralph Venohr und Berndt Happel, Martin Serverin (Eon-Mitte Natur) Bürgermeister Markus Schäfer, Regierungspräsident Lars Witteck und Staatssekretär Mark Weinmeister.Fotos: Hartmut Berge

Weidenhausen. Austragungsort für die Auftaktveranstaltung war eines der Vorzeigeobjekte des Vereins „Region Lahn-Dill-Bergland“, das Regionalmuseum „Hinz Hoob“ in Weidenhausen.

Gladenbachs Erster Stadtrat Walter Jakowetz hieß - in Vertretung von Bürgermeister Klaus Dieter Knierim - die Gäste willkommen. Er erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Regionalmuseums, an die enorme Eigenleistung der Mitglieder des Heimatvereins und an das bevorstehende Projekt, die Sanierung und den Ausbau des Nebengebäudes. In dessen Obergeschoss sollen die Bilder des Erdhäuser Malers Karl Lenz dauerhaft Platz finden.

Vor zahlreichen Vertretern aus dem öffentlichen Leben, unter ihnen Regierungspräsident Lars Witteck und fast alle Bürgermeister der Mitgliedskommunen im Verein „Lahn-Dill-Bergland“ machte dessen Vorsitzender, Bischoffens Bürgermeister Ralph Venohr, Werbung für den Aktionstag in der hiesigen Region am 6. Oktober an und in der Perftalhalle in Breidenbach. Er kündigte an: „In Breidenbach wird sich eine starke Region präsentieren.“ Und er erinnerte, dass das Lahn-Dill-Bergland seit Einführung des bundesweiten Aktionsbündnisses „Tag der Regionen“ vor 15 Jahren mit eigenen Veranstaltungen mit von der Partie sei.

Lobende Worte gab es von Staatssekretär Mark Weinmeister zum augenscheinlichen „großen Zusammenhalt“ in der hiesigen Region.

In einer kurzen Rede beschäftigte er sich mit dem Sinn und Zweck des „Tags der Regionen“. Dieser Tag biete den Bürgern die Chance, zu erleben, wie vielfältig und wertvoll die Regionen seien und was sie alles zu bieten hätten, betonte er.

Gerade im ländlichen Raum habe man begriffen, dass man mit Kirchturmdenken nicht weit komme, sagte Weinmeister. Und hier wolle man die gleiche Lebensqualität bieten wie in anderen Regionen.

Um dies zu ermöglichen, müssten Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichten, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe und dort weiterentwickelt werde.

Zu wissen, woher die Lebensmittel kommen, wie sie angebaut und verarbeitet werden, werde für die Menschen immer wichtiger. Mit regional erzeugten Lebensmitteln könne man diesen Bedarf decken. Der Staatssekretär brach auch eine Lanze für die regionale Landwirtschaft, die es zu erhalten und zu stärken gelte.

Er freue sich über die vielen Aktionen in den nächsten Tagen, sagte der Staatssekretär. In 14 Landkreisen finden insgesamt 40 Veranstaltungen zum „Tag der Regionen“ statt.

Der Heimatverein Weidenhausen bewirtete gestern die Besucher mit Leckereien vom eigenen Herd und lud zu Führungen durchs Museum.

Die Anwesenheit des Regierungspräsidenten nutzte Martin Severin, Geschäftsführer von Eon-Mitte Natur, um im Beisein der Bürgermeister von Bischoffen, Siegbach und Bad Endbach die Antragsunterlagen für den Windpark Lahn-Dill-Bergland Mitte - den ersten interkommunalen Windpark Mittelhessens - zu überreichen. Beantragt wird darin der Bau von acht Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von bis zu 200 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern entlang der Gemarkungsgrenze Bad Endbach, Bischoffen und Siegbach. Antragsteller ist die Eon-Mitte-Natur GmbH im Auftrag der drei beteiligten Gemeinden. Der überwiegende Ertrag der Anlagen soll in die Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH fließen, an der bislang zwölf Städte und Gemeinden beteiligt sind.

von Hartmut Berge

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