Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Aufgabe erfüllt: Oertel nimmt Abschied

Abschied Aufgabe erfüllt: Oertel nimmt Abschied

Heute verabschieden Lohras Gemeindevertreter Werner Oertel, der 30 Jahre lang dem Gemeindeparlament angehörte.

Voriger Artikel
Tourismusprofi will’s richten
Nächster Artikel
Das Zelt steht, das Fest kann beginnen

Erinnerung an eine spannende Zeit: Werner Oertel zeigt Werner Oertel mit dem damaligen OP-Redakteur Jörg Schmidt (Mitte) und Hermann Brand bei einer Podiumsdiskussion anlässlich der Bürgermeisterwahl in Lohra im Jahre 1993.

Quelle: Nadine Weigel

Lohra. Wenn einer schon pfeifend zur Arbeit erscheint, dann muss er ein Mensch sein, der mit sich und seiner Umwelt im Reinen ist. Und so behauptet Werner Oertel über sich selbst: „Ich bin rundum zufrieden mit meinem Leben“. Nichts, beteuert der 62-Jährige, würde er anders machen und ebenso sicher ist er, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

„Es ist für die Gemeinde schade, dass er aufhört“, sagt Hermann Brand über „den wertvollen Mitstreiter. Der Ex-Bürgermeister schrieb zusammen mit dem Beamten aus dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Lokalgeschichte.

1993 war es, als der Bürgermeister in der Großgemeinde Lohra erstmals von den Wählern direkt bestimmt wurde. Zuvor war Brand mehrmals von der SPD-Mehrheit in der Gemeindevertretung ins Amt gewählt worden. „Wir wollten den Wählern eine personelle Alternative bieten“, erklärt CDU-Mann Oertel seinen damaligen Entschluss, denn „ohne meine Kandidatur wäre eine echte Wahl nicht möglich gewesen.“

Eine echte Alternative erkannten die Wähler in dem ersten Ortsvorsteher von Lohra nach der Gebietsreform aber nicht. „Man warf uns vor, zu ähnlich zu sein“, erinnert sich Brand, der seinen Konkurrenten als sachlich und kompetent bezeichnet. Und so wählten die Lohraer das Bewährte: In fast allen Ortsteilen unterlag Oertel deutlich, nur in Kirchvers erhielt der Herausforderer 80 Prozent der Stimmen. „Das war eine reine Protestwahl“, gibt er zu.

Doch diese Niederlage bedeutete nicht das Ende der kommunalpolitischen Karriere des in Oberndorf, einem Stadtteil von Wetter, Geborenen.

von Gianfranco Fain

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr