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Auf den Tisch kommt, was schmeckt

Foodblog Auf den Tisch kommt, was schmeckt

Kunterbunte Rezepte zu Schmackhaftem aus Topf, Pfanne und Ofen, und das bequem aus dem Netz: Foodblogs - auch aus dem Hinterland - treffen den kulinarischen Nerv der Zeit.

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Die letzte Würze: Selbst gemachte Rote-Bete-Ravioli sind eine beliebte Vorspeise und machen Lust auf mehr.

Quelle: Ina Tannert

Mornshausen/S . Kochen, Backen, Selbermachen und darüber reden – das liegt voll im Trend, in Zeiten globaler Vernetzung erst recht in Form eines gut bestückten Foodblogs. Davon gibt es zahllose Beispiele im Netz, Hobbyköche teilen ihre Leidenschaft und ihr Wissen mit Fans aus aller Welt. Zwei von ihnen betreiben im Hinterland den Blog „Schlemmerkatze“ – eine Homepage von Jörg „Onkel“ und Katharina „Cat“ Schäfer aus Mornshausen. Das Paar hat seine Leidenschaft fürs Kochen mit der Suche nach immer neuen Rezepten in einem Blog perfekt kombiniert. „Wir kochen seit Jahren alles selbst und experimentieren gerne – das Leben ist einfach zu kurz für schlechtes Essen“, sagt Jörg Schäfer.

Seit November 2014 ist „Schlemmerkatze“ im Netz

Ihr Blog besteht seit November 2014, sollte eigentlich nur eine private Rezeptesammlung für die beiden Hobbyköche sein: „Damit die alten Rezepte von meiner Oma nicht verloren gehen, wollte ich sie dauerhaft festhalten“, sagt Katharina Schäfer. Da bot sich das Internet an, und beide begannen Rezepte zu sammeln, füllten ihre Seite mit Leckereien, zahlreichen alten und neuen Rezeptideen und weckten schnell Interesse bei „Nachkochern“. „Wir stoßen einfach jede Woche auf neue Ideen und sind immer total glücklich, wenn jemand etwas nachkocht und uns davon berichtet“, schwärmt Katharina Schäfer.

Mittlerweile haben sie weit mehr als 100 Rezepte gesammelt. Dabei geht es „quer durch die Küche“, von herzhaft und gesund, über süß, mit und ohne Fleisch, bis hin zum selbst gebackenen Brot. „Hauptsache alles selbstgemacht, saisonal und aus allen möglichen Regionen“, sagt die „Schlemmerkatze“. Ihren Blog peppt das Paar mit kleinen Events, Gewinnspielen oder kulinarischen Expeditionen ins Ausland auf. Erst vor Kurzem ging die Südtiroler Woche zu Ende, ein Renner dabei waren unter anderem hausgemachte Topfenknödel mit Erdbeeren, „die kamen total gut an“.

Bis zu zwei Mal wöchentlich wird ein Beitrag geblogt

Die süßen, runden Leckereien bestehen hauptsächlich aus Magerquark, Weichweizengries, Mehl, Zucker und frischen Erdbeeren. Diese und zahlreiche weitere Rezepte, Tricks für den modernen Amateurkoch und ebenso Tipps zu passenden Weinen oder individuellen Deko-Elementen rund um Küche und Esstisch werden festgehalten und kommentiert. Ein bis zwei Mal pro Woche wird ein Beitrag gebloggt, jeder Beitrag enthält ein Rezept und eine kleine Anekdote darüber, wie und warum dieser oder jener neue Versuch zustande kam.

„Manchmal gibt es auch einen kleinen Katastrophenbericht, weil nicht immer alles auf Anhieb gelingt“, sagt Katharina Schäfer. Das Polizisten-Paar arbeitet im Schichtdienst, neben Sport ist Kochen ein wichtiger Ausgleich zum stressigen Berufsalltag, entspannt wird nach Schichtende beim Schnippeln, Tüfteln, Planen und Bloggen in der Küche.

Hobbyköche tauschen sich bei Foodblog-Treffen aus

Mit Hobby-Kollegen aus dem ganzen Land tauschen sich Schäfers bei großen Foodblog-Treffen aus, bei denen nach Herzenslust gefachsimpelt und über die neuesten Trends der gemeinsamen Leidenschaft berichtet wird. Ohne eine Verknüpfung mit den sozialen Netzwerken kann ein gut gefüllter Blog dabei nicht auskommen, auch auf Facebook, Instagram oder Twitter folgen den beiden Küchenchefs Hunderte Fans. Bei einem Blick auf verschiedene Blogs im Internet fällt auf – ohne professionelles Layout, eine gewisse Persönlichkeit, die sich von anderen abhebt, und vor allem ohne spektakuläre Fotos kommt kaum eine Seite aus. Das Auge isst ja bekanntlich mit, auch in der virtuellen Küche.

„Viele geben sich richtig Mühe, tolle Fotos ihrer Kreationen zu präsentieren, manche übertreiben es dabei auch“, sagt Katharina Schäfer. So kommt es auch durchaus vor, dass der ein oder andere Kollege seine neueste Kreation etwas „aufpeppt“. Das wollen Schäfers nicht, „alles auf dem Foto ist genau so gekocht, nicht per Photoshop nachbearbeitet und alles essbar“. Derzeit planen die begeisterten Hobbyköche, ihr Repertoire zu erweitern und wollen sich demnächst dem Bierbrauen widmen. In Zukunft können sich „Schlemmerkatze“-Fans über diverses handgemachtes Craft Beer freuen. Der Foodblog ist im Internet auf der Homepage www.schlemmerkatze.de zu finden.

von Ina Tannert

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