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Auf dem Laufsteg zählt das Aussehen

Amtszeit der Kirschenkönigin endet am 1. Juli Auf dem Laufsteg zählt das Aussehen

Gut aussehen, grazil laufen und Bühnenpräsenz zeigen: Diese Tipps gibt die amtierende Kirschenkönigin Katharina I. den Kandidatinnen mit auf den Weg.

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Katharina Alena Becker schwelgt beim Blick auf die Ausgabe der Oberhessischen Presse zur 
Kirschenkönigin-Wahl 2015 in Erinnerungen.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Am 1. Juli endet die Amtszeit der Weidenhäuserin Katharina Alena Becker. Die 19-Jährige sah in dem Amt als Repräsentantin der Stadt Gladenbach eine Berufung, hat ein Jahr lang ihre Pflichten wahrgenommen, aber nicht als Verpflichtung angesehen.

Ihr Prinz Jonas Haus war – wenn immer es sein Terminplan zuließ – bei den Veranstaltungen dabei. Auch für ihn sei es eine schöne Erfahrung gewesen, obwohl sie ihn anfangs ein bisschen zu 
seinem Glück zwingen musste, berichtet die Kirschenkönigin.

Für sie waren die vergangenen zwölf Monate aufregend und schön. Die Aufmerksamkeit hat sie sehr genossen. Deshalb ist sie ein wenig traurig, dass am Freitag der kommenden Woche alles vorbei ist. Ein weiteres Mal will sie nicht kandidieren und auch die Anmeldung 2015 hatte sie wohl bedacht. Eigentlich wollte sie sich schon ein Jahr 
zuvor als Kirschenkönigin-Kandidatin bei der Stadt Gladenbach bewerben, allerdings standen dem Vorhaben die Abitur-Prüfungen im Weg.

Schöne Erinnerungen

2015 hat sie sich dann ein Herz gefasst und ihren Wunsch kurzfristig in die Tat umgesetzt. „Ich bin froh, dass ich es gemacht habe“, sagt die 19-Jährige. Einen 
Teil der monatlichen Gage 
 von 100 Euro hat sie quasi reinvestiert: für Friseurtermine, neue Kleider, neue Schuhe und Makeup. Ein gutes Aussehen war und ist ihr wichtig. Eine 
 Repräsentantin der Stadt müsse auf ihr Äußeres achten. Das sei während ihrer Amtszeit auch stets ihr Bestreben gewesen.

Ihre Wahl hat sie als „richtig schön“ in Erinnerung. Der Gang danach über den Kirschenmarkt war für sie komplett anders als die Jahre zuvor. Sie sei überall erkannt und oft angesprochen worden. Aber auch das war „nicht schlimm“, im Gegenteil.

Zu den Terminen ist sie nie 
unvorbereitet gegangen. Die ersten Male hat sie sich sogar Reden vorgeschrieben. Schnell habe sie aber gemerkt, dass all ihre Überlegungen von den Vorrednern bereits ausgesprochen wurden, sodass sie sich angewöhnte, sich zwar vorab zu informieren, aber dann spontan zu reden begann.

„Auf einmal ist Schluss“

Außer den obligatorischen „Pflichtterminen“, wie die Tanzgala, erhielt die Kirschenkönigin auch externe Anfragen. So war sie zum Beispiel bei einem Frauennachmittag in Breidenbach, bei dem das Thema „Könige und Königinnen“ lautet. Dort wurde sie befragt, wie es sich als Königin so lebt. Sehr gut sogar, müsste ihre Antwort lauten, da sie die Zeit genossen hat. Ihrer Meinung nach, ist die Zeit viel zu schnell vergangen.

„Auf einmal ist Schluss“, sagt sie, wenn sie an den bevorstehenden Kirschenmarkt denkt. Für Katharina Alena Becker waren die zwölf Monate sehr lehrreich. „Ich habe mich weiterentwickelt“. Und das anstrengendste vor den Terminen war für sie jedes Mal das Styling. „Der erste Eindruck muss stimmen“, sagt sie.

Deshalb wird sie vor ihrem Abschlusstermin noch etwas nervös sein, denn auch an diesem Tag muss alles perfekt sein. Sie wird ein neues Kleid tragen und gestylt sein – „das volle Programm“. Ihr persönlicher Wunsch an ihre Nachfolgerin lautet: „Sie soll ebenso viel Spaß an dem Amt haben wie ich und viele positive Erfahrungen sammeln.“

Rückblickend war ihre größte Sorge vor der Inthronisation der Gang über den Laufsteg. Plötzlich waren alle Blicke auf sie 
gerichtet. Doch im Nachhinein stellte sie fest, dass es gar nicht so schlimm war wie befürchtet. Sie hat ihre Sorge einfach ausgeblendet.

Anmeldeschluss: 24. Juni

Den neuen Kirschenköniginnen-Kandidatinnen rät sie, sich auf den Laufsteg-Gang gut vorzubereiten. Diesmal müssen sich die Bewerberinnen zwar nur einmal dem 
Publikum präsentieren. Doch für Katharina Alena Becker bleibt das gute Aussehen das
A und O. Zudem sollte das Laufen auf hohen Schuhen vorher geprobt werden, damit der Lauf grazil wirkt. Ebenso wichtig sei es, Bühnenpräsenz zu zeigen. Wer diese Ratschläge befolgt und zudem die neu etablierten Spiele gewinnt, derjenigen stehe der Sieg sicher ins Haus.

Der Anmeldeschluss für die Bewerbung als Kirschenkönigin-Kandidatin ist an diesem Freitag, 24. Juni, um 12 Uhr. Rund 600 Mädchen und junge Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren hat die Stadt Gladenbach angeschrieben und versucht, Interesse an dem Amt der Kirschenkönigin zu wecken. Als Antrittsgage gibt es 200 Euro sowie einen Gutschein für einen Tagesaufenthalt im Freizeitbad „Nautilust“.

von Silke Pfeifer-Sternke

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