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Arndt Räuber: "Wir sind angekommen"

Porträt Arndt Räuber: "Wir sind angekommen"

Arndt Räuber zog es mit seiner Frau Doris nach Hartenrod. Dort hat das Paar eine neue Heimat gefunden, für die sich der 59-Jährige als Ortsvorsteher engagiert.

Hartenrod. Arndt Räuber steht an der Spitze des Hartenroder Ortsbeirats. Damit geht Räuber, der zum 31. Dezember 2012 nach fast vier Jahrzehnten Tätigkeit in der Bundeswehr seinen Ruhestand angetreten hatte, nahezu nahtlos in ein neues Betätigungsfeld über. Der 59-Jährige war vorher Stellvertreter von Karl Hoffmann, der das Amt aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende niedergelegt hatte.

Räuber wurde am 20. Mai 1953 in Oelsnitz im Erzgebirge geboren und zog 1954 zusammen mit seiner Mutter nach Westberlin, da sein Vater dort eine Arbeitsstelle hatte. 1966 verzog die Familie nach Bad Dürkheim, wo Räuber 1974 das Abitur ablegte. Direkt nach der Schulzeit trat er seinen Dienst bei der Bundeswehr an und schloss diesen mit dem Rang des Oberst-Leutnants ab. 18 Mal in fast vier Jahrzehnten Bundeswehrzeit ist er berufsbedingt umgezogen - von München bis Havelberg.

Als Besonderheiten seiner Laufbahn bezeichnete der Bataillons-Kommandant die Auslandseinsätze von 2004 bis 2009 in Afghanistan, im Kosovo und in Dschibuti, wo er mit einem Team für den Lager- und Campbau zuständig gewesen ist. Aus seinem Bauchgefühl heraus könne er sagen, dass ihm Afghanistan gut gefallen habe. Leider sei dort versäumt worden, rechtzeitig mit Hilfsprogrammen einzusteigen und die Situation habe sich vor Ort entsprechend hoch geschaukelt.

2009 stand ein Umzug von Potsdam nach Wiesbaden an, wo er in seiner nunmehr letzten Dienststelle, Kasernen umgestaltete und zwar für die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie für das Saarland.

Seit November 2009 wohnt das Ehepaar Doris und Arndt Räuber in Hartenrod und hat dort ein Wohnhaus erworben.

„Wir fühlen uns sehr angenommen und sind angekommen“ beschreibt Arndt Räuber seinen Wohnort. Ziemlich zügig sei er von Dieter Domke, Bad Endbachs Erster Beigeordneter, sowie von Willi Arnold, Hartenrods ehemaliger Ortsvorsteher, in Gesprächen mit kommunalpolitischen Inhalt verwickelt worden. Man habe ihm nahe gelegt, sich als Pensionär für die Gemeinschaft und die Kommune zu engagieren. So habe er im Frühjahr 2011 für den Ortsbeirat kandidiert und sei als stellvertretender Ortsvorsteher gewählt worden.

Parteipolitisch sei er nicht gebunden. „Konstruktiv kritisch mitarbeiten“ ist sein Motiv. „Ich will kein Ja-Sager sein“, führt Räuber aus, der sich für die Belange der Bürger einsetzen will und dies nicht gegen die Position des Bürgermeisters, sondern seine Tätigkeit als eine Möglichkeit darin sieht, gemeinsam im Sinn der Gemeinde und des Ortsteils Hartenrod zu wirken.

Räuber plant auch eine Ortsvorsteher-Sprechstunde im Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ einzurichten. Es ist ihm wichtig, dass im Zusammenhang mit der positiven Ergebnis der Lahn-Dill-Bergland-Therme Konzepte für den Tourismus entwickelt werden. Wichtig sei eine jederzeit positive Einstellung Gästen gegenüber und diese müsse vermittelt werden. So gelte es auch, Migranten mit in die dörfliche Gemeinschaft einzubeziehen.

Außer seiner Tätigkeit als Ortsvorsteher will sich Räuber verstärkt seinen Hobbys widmen. Dazu zählen das Sammeln von Modelleisenbahnen und das Lesen. Er bevorzugt Literatur der neuen Zeitgeschichte und Politik. Das Ehepaar Räuber ist zudem sportlich aktiv und wandert gerne.

von Helga Peter

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