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Applaus für harte Kerle und alte Damen

Fasching Applaus für harte Kerle und alte Damen

Der Auftritt von AC/DC, ein Männerballett und die flinken Funkenmariechen zählten zu den Höhepunkten der Faschingsparty in Bad Endbach.

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Alles andere als ein Abstiegskandidat: Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer (Zweiter von links) beim Schunkeln und Feiern.

Quelle: Privatfoto

Bad Endbach. Für das traditionelle Vergnügen hatten die Akteure vom SSV Bad Endbach/Günterod monatelang Vorbereitungen getroffen und sind am Ende einmal mehr selbst übertroffen.

250 Besucher waren von den bunten, faszinierenden und fantasievollen Darbietungen begeistert. Durch das Programm führte Stefan Brück. Leider machte der Sparzwang auch vor Bad Endbach nicht halt. War Bürgermeister Markus Schäfer im Jahr zuvor noch in einem eindrucksvollen Mafiaboss-Kostüm erschienen und hatte die Besucher um Schutzgelder „gebeten“, so reichte es diesmal nur für das Hemd eines im Hinterland wenig bekannten Sportvereins, als dessen Fan sich der Rathauschef nun outete. Dieses Handikap machte Schäfer allerdings mit seiner Textsicherheit bei jedem im Saal gesungenen Schlager wieder wett.

Als Erste erstürmten die Funkenmariechen das Podium im bunt geschmückten Bürgerhaus und heizten die Stimmung im Saal an. Die als Piraten verkleidete Tanzgarde unter der Leitung von Stefanie Panz zeigte akrobatische Leckerbissen und eine schnelle Choreografie zur Musik des Films „Fluch der Karibik“. Das Publikum war begeistert und belohnte die flotten Mädels mit stürmischem Applaus und einer „Rakete“.

In seiner Büttenrede ging „Der Bademeister“ Helmut Pfeifer mit weniger freundlichen Worten auf das Nachbardorf Hartenrod ein. Und auch „De Hiwwel“ Stefan Jochem hatte seine eigene Sicht auf die große und kleine Politik. Um mal wieder in die Presse zu kommen, holte er sich sogar den Bürgermeister auf die Bühne. Mehr fürs Auge der Partygäste waren wieder die Aufführungen der „alten Damen“. Als süße Früchtchen verkleidet zauberten sie einen flotten Tanz aufs Podium und kamen um eine Zugabe nicht herum.

Eine weitere ambitionierte Tanzformation unter der Leitung von Stephanie Panz ließ mit Petticoats und Pünktchen die 1950er Jahre lebendig werden. Während Daniela Panz und Marion Feyle als Anna und Berta die nächste Gesundheitsreform vorwegnahmen und das „Familiengebiss“ vorstellten, versuchte Udo Braun bei einer bekannten Quizsendung schwierige Fragen über Bad Endbach zu beantworten. Bei der Frage, ob 2009 in Bad Endbach ein „Basalt-Bunker“, „Schäfers Denkmal“, die Lahn-Dill-Bergland-Therme oder eine „Wellness-Oase“ eröffnet wurde, konnte der Kandidat noch den Telefonjoker zur Rate ziehen, obwohl dabei Rathauschef Schäfer keine große Hilfe war. Doch bei der Frage, wie die ehemalige Bad Endbacher Kurverwaltung nun heiße „Haus der wenigen Kurgäste“ oder „Wandermarathon-Organisationskomitee“ standen unter anderem zur Auswahl – scheiterte der angehende Millionär. Dafür entführten die harten Kerle vom Männerballett ihre Zuschauer nach New York. Mit Stock, Zylinder und Federboa tanzte das Ensemble zum gleichnamigen Hit von Frank Sinatra und dem Titel „In the Mood“.

Die Zuschauer ließen die grazilen Balletttänzer erst nach einer Zugabe von der Bühne. Weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Frank Laucht, Lukas Müller und Kevin Krenn als AC/DC. Die Partygäste im Saal waren fasziniert, zückten ihre Luftgitarren und tanzten auf den Tischen mit.

Erst nach zwei Zugaben durfte das Trio die Bühne verlassen. Zum Abschluss erfreuten noch einmal die Funkenmariechen und die wilden Bad Endbacher Buben Klaus Walbrecht und Udo Braun das Publikum im Saal.

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