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Innenstadt-Insel Anlage ist fertigl

„Platz des Gladenbacher Friedens“, „Insel-Platz“, wie wird die Gladenbacher „Innenstadt-Insel“ endgültig heißen? Bis zum 19. Dezember können im Rathaus Vorschläge eingereicht werden.

Gladenbach. Am Ende scheint doch alles gut zu werden mit der so genannten „Innenstadt-Insel“. Den Arbeitstitel wird‘s wohl bald nur noch auf dem Papier geben. Denn die Gladen­bacher sind aufgefordert, sich Gedanken über eine passende Namensgebung zu machen, sie sollen ihre Vorschläge begründen und in der Stadtverwaltung abgeben. Die städtischen Gremien werden dann entscheiden.

Ideen gibt es viele, nicht alle Vorschläge sind ganz ernst gemeint. Im Heimat- und Museumsverein Amt Blankenstein macht man sich ernste Gedanken. „Ein so zentraler Platz sollte keinen Allerweltsnamen haben, sondern möglichst einen Bezug zu Gladenbach“, plädiert die Vorsitzende Marion Lange.

Es sollte ein stattlicher Name sein, schließlich wurde seit April eine stattliche Summe investiert, um die extrem unansehnliche Fläche zwischen Teichstraße und Marktstraße in einen ordentlichen, nutzbaren Zustand zu versetzen. 1,2 Millionen sollen investiert werden, mehr nicht, hat das Parlament beschlossen und die Summe gedeckelt. Zwei Drittel dieser förderfähigen Gesamtsumme steuern Land und Bund über das Programm „Stadtumbau West“ bei. Gut möglich, dass die Stadtverordneten etwas nachbessern müssen. Denn zum einen musste Boden ausgetauscht werden, weil er nicht als Erdunterbau für den Parkplatz geeignet war; zum anderen wird vielleicht noch in diesem Jahr die Passage zwischen dem früheren Schlecker-Markt und dem ehemaligen Katasteramt realisiert. Die hatte man aus der aktuellen Planung herausgenommen, weil deren Realisierung aussichtslos schien. Eine Rohbaugarage steht im Weg. Eigentümer ist Frank Laux, dem auch das Katasteramt gehört. Er ist sich mit der Stadt seit einem Vierteljahr einig, will seine Garage samt Grund abgeben, wenn er dafür einen Streifen Gelände hinter seinem Haus erhält. Der Vertrag für den Grundstückstausch ist längst ausgehandelt und liegt unterschriftsreif vor. Die Schwierigkeit an dem Vorhaben: Die Stadt war noch nicht im Besitz des Geländes, das sie ihm - quasi im Tausch mit der Garage - übereignen wollte. Seit ein paar Tagen ist der besagte Grundstückskauf vollzogen (die OP berichtete). Der Stadt gehört nun der Geländestreifen zwischen VR Bank und dem Haus Schlag. Dort, wo sich jetzt noch eine Mauer befindet, die den früheren Hindenburgplatz vom Schlagschen Grundstück trennte, soll ein weiterer Durchgang zur „Innenstadt-Insel“ und damit zum Marktplatz entstehen.

Abrissbagger müssennoch einmal anrücken

Die Mauer wird genauso abgetragen wie ein kleines Nebengebäude, in dem sich jetzt die Küche der Firma „Pizza-Blitz“ befindet. Die will in neue Räume im hinteren Teil des früheren Schlecker-Marktes umziehen. Doch dort steht noch die Rohbaugarage im Weg.

Deren Abriss - womöglich noch in diesem Jahr - steht wohl nicht mehr viel im Weg. Wenn es bei den Vereinbarungen bleibe, könne der Vertrag in der nächsten Woche unterzeichnet werden, sagte gestern Frank Laux auf Anfrage der OP. Für Anfang der Woche ist ein Gespräch mit städtischen Vertretern vereinbart. Ob auch der Umzug des Pizza-Blitz‘ noch in diesem Jahr vonstatten geht und Nebengebäude sowie Mauer neben der VR-Bank vor Weihnachten fallen, scheint eher fraglich.

Fest steht: Die Inbetriebnahme des komplett umgestalteten Innenstadt-Areals wird erst im nächsten Jahr erfolgen.

Bürgermeister Peter Kremer und Bauamtsleiter Ulrich Weber waren aber in dieser Woche sichtlich erfreut, dass die Parkflächen und Ruhezonen vollständig hergerichtet sind und genutzt werden können. 80 Parkplätze stehen zur Verfügung, 56 schon jetzt recht große Bäume mit mächtigen Wurzelballen wurden gepflanzt. In den Pflanzbeeten sitzen inzwischen pflegeleichte bodendeckende Wildrosen. Die Firma Hinterland verlegte 3300 Quadratmeter Pflaster und legte in der Ruhezone eine wassergebundene Decke an. Treppen und Rampen verbinden das Parkareal mit der Ruhezone und führen zur Marktstraße. Fertig ist auch eine kleine mit Holz verkleidete Bühne, die für Veranstaltungen genutzt werden kann. Kleine Nacharbeiten stehen noch an - wie die Installation eines Pollers. Der soll verhindern, dass - wie schon geschehen - ein Fußweg als Zu- beziehungsweise Abfahrt zum Parkplatz missbraucht wird.

Intensiv genutzt werden bereits zwei neu gestaltete Verbindungen, eine neben dem Schiffschen Haus an der Ecke Teichstraße/Marktstraße und eine, die zur kleinen Passage am ehemaligen Stadtcafé führt.

Was fehlt, sind die beiden Durchgänge zwischen VR-Bank und dem Haus Schlag sowie zwischen dem alten Katasteramt und dem früheren Schlecker-Markt.

von Hartmut Berge

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