Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
Umleitung verursacht Ärger bei Anwohnern

Mauersanierung Umleitung verursacht Ärger bei Anwohnern

Derzeit ist in Frechenhausen die Landesstraße wegen einer Mauersanierung gesperrt. So wird die Wiesenstraße von vielen Verkehrsteilnehmern als Umgehung genutzt. Zum Ärger der Anwohner.

Voriger Artikel
„Erich wird an so vielen Stellen fehlen“
Nächster Artikel
„Ein Sprung ins kalte Wasser“

Die Wiesenstraße wird derzeit von Verkehrsteilnehmern als Umleitungsstraße genutzt. Der mobile Geschwindigkeitsanzeiger (links oben) zeigt, wer sich an Tempo 30 hält.

Quelle: Franziska Weber

Frechenhausen. Es herrscht Unzufriedenheit bei manchen Bewohnern der Wiesenstraße. Dort schlängelt sich nämlich seit der Vollsperrung der Frechenhäuser Ortsdurchfahrt der Verkehr durch die 30er-Zone.

Seit dem Beginn der Sommerferien ist die Schelde-Lahn-Straße voll gesperrt. Dort muss eine Stützmauer direkt an der Fahrbahn saniert werden. Das geht aufgrund der notwendigen Tiefbauarbeiten nur ohne fließenden Verkehr.

Die offizielle Umleitungsstrecke, von der Landesbehörde Hessen Mobil eingerichtet, führt über Bottenhorn und Steinperf nach Eisenhausen und somit nicht durch das Dorf hindurch. Dort gibt es allerdings ein paar „Schleichwege“, die auch unter anderem für den Linienbusverkehr freigehalten werden. Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht müssen die große Umleitung nutzen. Zudem wurde gerade in der Wiesenstraße ein halbseitiges absolutes Halteverbot eingerichtet.

Nachbarn sammelten Unterschriften

Morgens um halb sechs und abends nach Feierabend, wenn sich der Berufsverkehr und die Linienbusse durch die Straße drücken, sei es am schlimmsten. „Man kann nicht einmal mehr ein Fenster auflassen“, beschwert sich eine Anliegerin. Ihre Nachbarin stimmt ihr zu: „Das ist eine Katastrophe hier!“ Das Verkehrsaufkommen sei groß und es gäbe viele Raser, die sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit hielten. Es gilt auf dieser Straße ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde.

Tatsächlich hätte es bereits eine Unterschriftenaktion gegen die Verkehrsumleitung durch die Wiesenstraße unter den Nachbarn gegeben. Zudem habe sie persönlich mit Bürgermeister Thomas Beck telefoniert, der versprochen habe, sich um das Problem zu kümmern, sagt die Anwohnerin. Bisher habe die Polizei allerdings nur zwei Radarkontrollen durchgeführt.

Am 12. August soll der Ärger vorbei sein

Bei all dem Wirbel um den Verkehr gibt es aber auch gemäßigte Stimmen. So äußert sich ein Anwohner zum Beispiel: „Meine Güte, vier Wochen. Wenn sich jeder ein bisschen an die Vorschriften hält, dann funktioniert das.“ Laut seiner Aussage sei der Verkehr erträglich und viele ­Auto- und Lkw-Fahrer würden sich auch ordnungsgemäß verhalten.

Wie die Meinungen der Anwohner zweigeteilt sind, so ist auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer unterschiedlich. Die neu angebrachte Geschwindigkeitsanzeige lässt erkennen, dass regelmäßig Autofahrer zu schnell fahren. Gleichzeitig beweist die Anzeigetafel aber auch, dass sich viele Verkehrsteilnehmer an das Tempolimit 30 halten. Dasselbe gilt für das Durchfahrtsverbot von Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Manche nehmen immer noch die Abkürzung durch das Dorf. Andere fahren die Umleitungsstrecke über Bottenhorn.

Die Bauarbeiten im Ort verlaufen derzeit nach Plan, so dass ab dem 12. August wieder etwas Normalität in die Wiesenstraße einkehren dürfte, auch wenn es dann auf der Landesstraße noch einmal für wenige Tage eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung geben soll.

von Franziska Weber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr