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Angebot erzielt Wirkung: 37 neue Imker

Standschau Angebot erzielt Wirkung: 37 neue Imker

70 Freunde der Imkerei erleben bei herrlichem Sonnenschein während einer Standschau das rege Treiben in einem Bienenhaus.

Günterod. In einem idyllischen Wiesental mit der Flurbezeichnung „Limuch“ liegt auf einer Anhöhe das Bienenhaus des Imkers Erich Wagner, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Hartenrod und Umgebung. Am vergangenen Sonntag fand dort bei herrlichem Sommerwetter zum „Tag der Deutschen Imkerei“ eine Standschau statt.

Nicht nur im Bienenhaus herrschte eifriger Betrieb, denn zu der Veranstaltung hatten sich neben zahlreichen Imkern - auch aus den Nachbarvereinen - in den Mittagsstunden bereits etwa 70 Gäste eingefunden, um sich den Imkerbetrieb anzuschauen. Darunter auch solche Gäste, die sich durchaus vorstellen können, die Imkerei zukünftig aktiv zu betreiben.

Erich Wagner berichtete über seinen derzeitigen Bestand mit sechs Völkern und drei Ablegern und erklärte aus seiner Erfahrung heraus auch die Vor- und Nachteile der Bienenkästen. Nachdenklich stimmte es den erfahrenen Imker, dass im benachbarten Oberweidbach kein Imker mehr zu finden ist.

Besonders freute sich Wagner aber darüber, dass doch der eine oder andere Besucher damit liebäugelte, zukünftig der Imkerei nachzugehen.

Günter Raab, Vorsitzender des Imker-Kreisvereins Biedenkopf und Ehrenvorsitzender des Bienenzuchtvereins Hartenrod und Umgebung, der den 1928 gegründeten Verein, 31 Jahre führte. Raab stellte heraus, dass die Imker eine erfolgreiche Naturschutzarbeit leisten. So finde der Tag der Deutschen Imkerei bundesweit nunmehr zum 11. Mal statt. „Die Bienenhaltung ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ , erklärte Raab und ergänzte: „In Deutschland werden friedvolle Bienen eingesetzt, die bei dem wechselvollen Klima ihr bestes leisten.“

Mit dem Honig werde ein Naturprodukt in allerbester Qualität erzeugt, das den Bestimmungen des Deutschen Imkerbundes unterliegt. Etwas Besonderes sei sicherlich das Imker-Honigglas, das als geschütztes Warenzeichen in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. Der Kreisvorsitzende ging auch auf die Varroamilbe ein, die die Bienenvölker bedroht. Im Kreisverein Biedenkopf sei mit 6,5 Prozent eine niedrige Verlustrate zu verzeichnen, die hessenweit bis zu 30 Prozent beträgt. Die Ortsvereine seien weiterhin gefragt, neue Mitglieder zu werben und diese mit der Imkerei vertraut zu machen. Das „Imkern auf Probe“ habe in der Vergangenheit gute Erfolge erzielt. So habe der Imker-Kreisverein, der derzeit 288 Mitglieder aus fünf Ortsvereinen zähle, 37 neue Mitglieder gewinnen können.

von Helga Peter

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