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Andreas Friedrich bewirbt sich als Dekan

Synodalen entscheiden über Besetzung Andreas Friedrich bewirbt sich als Dekan

Nach der Fusion der ­beiden Evangelischen ­Dekanate Biedenkopf 
und Gladenbach steht am 30. Januar die konstituierende Sitzung der neuen Dekanatssynode an. 
Wichtigster Punkte ist die Wahl des neuen Dekans.

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 für die Kandidaten

Pfarrer Andreas Friedrich tritt als Kandidat für das Amt des ­Dekans im neuen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach an. Seit 2012 ist er Dekan des Evangelischen Dekanats Herborn.

Quelle: Holger J. Becker-von Wolff

Gladenbach. Auf die Dekan-Stelle hat sich Pfarrer Andreas Friedrich beworben, der seit 2012 als Dekan das evangelische Dekanat Herborn leitet. Friedrich ist Jahrgang 1965, stammt gebürtig aus Berlin und ist in Wiesbaden aufgewachsen.

Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Studiert hat er evangelische Theologie in Mainz und Tübingen. 1995 absolvierte er sein Vikariat bei der Evangelischen Kirchengemeinde Breitscheid-Medenbach, sein Lehrpfarrer war der spätere Gladenbacher Pfarrer Herbert Volk.

Nach dem zweiten Theologischen Examen hat er sich von 1997 bis 1998 als Assistent im Theologischen Seminar in einem Spezialvikariat bei Professor Dr. Hans Erich Thomé intensiv mit dem Themenfeld Gottesdienst auseinandergesetzt.

1998 kam Andreas Friedrich als Pfarrvikar nach Herborn-Seelbach, wo er anschließend auch als Pfarrer wirkte, bis er im November 2011 zum Herborner Dekan gewählt wurde. Von 2004 bis 2010 war er als Vertreter des Dekanats Herborn Mitglied der EKHN-Kirchensynode.

Stelle für 1. April ausgeschrieben

Mit einer halben Stelle Dekan arbeitete der Theologe mit der anderen halben Stelle bis Ende 2015 auch als Gemeindepfarrer in der Herborner Kirchengemeinde. Mit der Fusion der Dekanate Herborn und Dillenburg zum 1. Januar ist er derzeit im neuen „Evangelischen Dekanat an der Dill“ kommissarischer Dekan.

Sein Dillenburger Kollege, Dekan Roland Jaeckle, hat eben diese Funktion im ehemaligen Dekanat Gladenbach übernommen, nachdem Dekan Matthias Ullrich Ende Juni 2014 nach zehn Jahren auf eine andere Stelle gewechselt war.

Andreas Friedrich ist der einzige Bewerber für die Vollzeitstelle. Seine Amtszeit beginnt – vorbehaltlich seiner Wahl – voraussichtlich zum 1. April dieses Jahres. Der Dekan ist der geistliche Leiter eines Dekanats. Er hat zudem die Personalverantwortung für alle im Dekanat beschäftigten Pfarrerinnen und Pfarrer. Darüber hinaus repräsentiert er die Evangelische Kirche in der Öffentlichkeit und ist Ansprechpartner für die Verantwortlichen in Stadt oder Landkreis, schließlich vertritt der Dekan sein Dekanat gegenüber der Leitung der Landeskirche.

Amtsbereich erstreckt sich üner 702 Quadrat­kilometer

Gewählt wird der Dekan von der Dekanatssynode des neuen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach. Dieses Gremium – sozusagen das regionale Kirchenparlament, das gewöhnlich zweimal jährlich zusammentritt – besteht zu zwei Dritteln aus Nicht-Theologen aus den 48 evangelischen Kirchengemeinden des Dekanats; ein Drittel der Synodalen sind Pfarrerinnen und Pfarrer.

Die Vertreter der Gemeinden entscheiden über die Geschicke des Dekanats, das sich von Bromskirchen und Hallenberg (Hochsauerlandkreis) im Norden über die Kirchengemeinden in den Kommunen Battenberg, Allendorf und Hatzfeld im oberen Edertal im Landkreis Waldeck-Frankenberg über die gesamten Hinterland-Gemeinden Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach, Steffenberg, Angelburg, Bad Endbach (alle Landkreis Marburg-Biedenkopf), die Kommune Bischoffen und die Eschenburger Ortsteile Simmersbach und Roth bis hinunter zu den „Südgemeinden“ Lahnau-Waldgirmes, Wetzlar-Naunheim und -Hermannstein (alle Lahn-Dill-Kreis) über rund 702 Quadrat­kilometer erstreckt.

Als „Parlamentarier“ sind die Synodalen auch die Vertreter der im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach lebenden rund
 57.000 evangelischen Christen.

von Klaus Kordesch

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