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Am Samstag gegen Abbau demonstrieren

Ärztliche Bereitschaftsdienst-Zentralen Am Samstag gegen Abbau demonstrieren

Auf dem Gladenbacher Marktplatz beginnt an diesem Samstagum 11 Uhr die Protestversammlung mit Kundgebung gegen die geplante Schließung der Ärztlichen Bereitschaftsdienst-Zentralen in gladenbach und Biedenkopf.

Gladenbach. Alles ist vorbereitet und so bleibt den Organisatoren nur noch das Hoffen - auf gutes Wetter und somit eine große Beteiligung. Seine Erwartung auf eine rege Teilnahme stützt Peter Kremer auf das Ergebnis der Unterschriftenaktion, bei der sich rund 6700 Bürger des Hinterlandes für den Erhalt der ärztlichen Bereitschaftsdienst-Zentrale in Gladenbach aussprachen.

Seitdem die OP von den Plänen der heimischen Ärzteschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) berichtete, gab es diverse Aktivitäten zum Erhalt des Dienstes außerhalb der Praxisöffnungszeiten. Zumindest ist die zum 1. April vorgesehene Schließung der Gladenbacher Bereitschaftspraxis und die Konzentration der ländlichen Zentralen in Marburg-Wehrda aufgeschoben.

Nun soll also am Samstag mit Nachdruck auf den Willen der Bevölkerung hingewiesen werden. Diesen haben auch alle Fraktionen des Gladenbacher Stadtparlaments vernommen und sich eindeutig für die Beibehaltung der ärztlichen Bereitschaftsdienst-Zentrale in Gladenbach ausgesprochen, die auch für die Bürger aus Bad Endbach und Lohra im Krankheitsfall die Anlaufstelle ist.

Enttäuscht sind die Organisatoren des Protestes darüber, dass es von der Ärzteschaft keine Signale zur Gesprächsbereitschaft gab. Es habe nicht einmal eine Empfangsbestätigung auf die Schreiben gegeben, berichtet Kremer mit Berufung auf eine Äußerung von Gladenbachs Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim.

In den Schreiben warben die Kritiker um Verständnis, weil sich der Protest nicht gegen die Ärzte sondern gegen die Reformpläne der KVH richte. Zudem habe man einen Vorschlag unterbreitet, um die Finanzierung und somit den Erhalt aller Bereitschaftszentralen solidarisch zu gestalten, indem nicht nur wenige Ärzte für ihren Bereitschaftsbezirk die Kosten tragen sondern alle Ärzte des Kreises für alle Zentralen aufkommen und somit die finanziellen Ungleichheiten zwischen Stadt Marburg und dem Umland ausgleichen.

nTreffpunkt ist an diesem Samstag um 11 Uhr auf dem Marktplatz bei der Bushaltestelle. Nach kurzen Ansprachen von Kremer, Knierim und Stadtverordnetenvorsteher Hans-Hermann Ullrich geht es auf einen Rundkurs zur alten Schulsporthalle, dem Spritzenplatz, die Teich- und Marktstraße wieder zurück zum Marktplatz.

von Gianfranco Fain

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