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Am Anfang steht das Ideensammeln

Dorferneuerung Am Anfang steht das Ideensammeln

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt seit Jahren Geld zur Förderung von Kommunen bereit. Die Gemeinde Dautphetal ist im Programm aufgenommen.

Dautphe. Der Gemeinde Dautphetal und ihren öffentlichen Einrichtungen sowie Privatpersonen stellt das Hessische Ministerium für Umwelt, Verbraucherschutz und Landwirtschaft im Rahmen eines Entwicklungsprogramms zur Dorferneuerung Fördergeld zur Verfügung.

In dem Programm, das ab 2015 für neun Jahre läuft, werden für die einzelnen Projekte die Übernahme von 75 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht gestellt. So kann beispielsweise im Rahmen eines „Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts“ (IKEK) die Sanierung von Bürgerhäusern, Dorfläden, Jugendräumen und anderen öffentlichen Objekten bezuschusst werden.

Unter die Förderung im privaten Bereich, dem sogenannten „Städtebaulichen Fachbeitrag“, können die Sanierung von Häusern, deren Dächern, Fassaden und Dämmungen fallen.

Das Konzept für dieses Programm stellten am Mittwoch im Bürgerhaus Dautphe Ekkehard Henrich vom Amt für Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamtes Marburg und Hartmut Kind als Vertreter des Planungsbüro „SP“, Bad Nauheim, in einer Auftaktveranstaltung vor Bürgermeister Bernd Schmidt sowie einigen Ortsvorstehern und Bürgern der Gemeinde Dautphetal vor.

Hartmut Kind, der die Veranstaltung moderierte, rief alle Bürger Dautphetals zum Mitwirken auf. „Nicht machen lassen, mitmachen“ appellierte er. Zur Erneuerung der Dorf­bilder in den zwölf Ortsteilen der Gemeinde Dautphetal sei ehrenamtliches Engagement erforderlich. Das Programm sehe­ vor, dass sich in jedem Ortsteil ein festes Gremium von etwa sieben Bürgern an der Entwicklung und der Umsetzung der Projekte beteiligen würden. Er forderte die Anwesenden auf, ihre Wünsche sogleich aufzuschreiben und an Pinwänden zu fixieren.

Bis zum Februar würden alle zwölf Ortsteile Dautphetals aufgesucht und besichtigt. Dann würden Projekte besprochen. Er hoffe auf eine rege Teilnahme bei den Terminen. Treffpunkt seien die jeweiligen Dorfgemeinschaftshäuser.

Ekkehard Henrich erläuterte, dass sowohl bei den öffentlichen als auch privaten Vorhaben den Ideen keine Grenzen gesetzt seien. Jeder Vorschlag werde geprüft. Dabei stehe immer das Gemeinwohl im Vordergrund. Förderungswürdig im privaten Bereich seien Häuser, die eine ortstypische Bauweise und eine historische Bausubstanz repräsentieren, wie zum Beispiel Fachwerkhäuser. Aber nicht nur Bauarbeiten, auch Aktionen und Initiativen, wie mobile Dienstleister oder Fahrdienste, könnten unterstützt werden. Die Bandbreite sei sehr groß, sagte er.

Wie Henrich weiter erläuterte, habe die Gemeinde Dautphetal unter zahlreichen anderen Bewerbern den Zuschlag für das Förderprogramm erhalten, weil sie sich zuvor intensiv mit der Sache auseinandergesetzt und eine umfangreiche Begründung dargelegt habe. „Das war die beste Bewerbung“ meinte er.

Bürgermeister Schmidt zeigte sich über den Zuschlag erfreut. „Wir wollen zusammen mit den Bürgern die Gemeinde nach vorne bringen“, meinte er.

Weitere Informationen gibt Ekkehard Henrich unter der Telefonnummer 06421/4056123.

von Heribert Theis

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