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Alles auf Grün: Neue EAM startet durch

Energieversorgung Alles auf Grün: Neue EAM startet durch

Bei der Einweihung des neuen Betriebsstandorts in Dautphetal wurde gestern deutlich: Die Arbeit der rekommunalisierten EAM nimmt deutlich an Fahrt auf. Seit dem 1. Juni ist die Gesellschaft Netzbetreiber, am· 2. Juni weihte sie die Betriebsstätte in Dautphe ein und ab 1. Juli wird eine neue Vertriebsgesellschaft Strom und Gas an Endkunden verkaufen.

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Die symbolische Schlüsselübergabe für das neue Gebäude der „EnergieNetz Mitte“ erfolgte auf dem Betriebsgelände in Dautphe.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. „Es passiert hier und heute. Jetzt geht es tatsächlich los!“ Das sagte Kirstin Fründt, die als Landrätin auch im Aufsichtsrat der EAM, bei der Einweihung der neuen Betriebsstätte der „EnergieNetz Mitte“ in Dautphe und meinte damit die auch öffentlich sichtbare Aufnahme der Arbeit des rekommunalisierten Energieversorgers. Denn neben der Gebäudeeinweihung galt es gestern auch den tags zuvor besiegelten Übergang des Betriebs der Strom- und Erdgasnetze von der Eon Mitte AG zu feiern. Während sich für die Netzkunden nichts ändert, müssen sich potenzielle Endkunden aber bis zum 1. Juli gedulden. Dann wird die EAM-Vertriebsgesellschaft ihre Arbeit aufnehmen. Der alte Vertriebszweig ist bei der Eon verblieben (die OP berichtete).

Zurzeit werden Produkte entwickelt und eine Vertriebsstruktur aufgebaut. Robert Fischbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats, kündigte aber schon an, dass an die Privatkundschaft „nur grüner Strom“ verkauft wird. Deshalb habe das neue kommunale Unternehmen die mit der Stromproduktion aus erneuerbaren Rohstoffen assoziierte Farbe für sich gewählt. Sie bildete auch die Brücke zu Dautphetals „Grüner Mitte“, die gestern mehrere Redner bauten.

„Wer baut, der bleibt“

Als klare Botschaft, als Bekenntnis zum Standort bezeichnete Thomas Weber die Ortswahl. Griffig unterstrich der EAM-Geschäftsführer die Absicht des Unternehmens: „Wer baut, der bleibt!“ Die Einweihung des neuen Standorts mitten im Hinterland am selben Tag der Arbeitsaufnahme des neuen Netzbetreibers sei ein „starkes Zeichen“ für eine „noch engere Verbundenheit des Unternehmens mit der Region“.

„Grüne Mitte, Dautphetal, EnergieNetz Mitte mit grünen Farben - die Energieversorgung der Region geschieht jetzt von hier aus“, betonte Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt. „Hier passiert ‘was, hier ist Leben“, ergänzte Schmidt, was er auch als Signal für die aufstrebende Gemeinde wertete.

Fischbach nutzte noch die Gelegenheit für eine Beteiligung der Städte und Gemeinden an der EAM zu werben. Viel Zeit bleibe den Kommunen nicht mehr, so Fischbach, bis Ende dieses Jahres müsse die erste Beteiligungs-Tranche stehen.

In Dautphe investierte die EAM auf dem 3400 Quadratmeter großen Grundstück an der „Pützwiese 9“ rund eine Million Euro. Entstanden sind rund 500 Quadratmeter Büro- und Lagerräume, Garagen und auf einer Freifläche Stellplätze für Großgeräte wie zum Beispiel Notstrom-Aggregrate und Hubsteiger. Am Standort Dautphetal sind 15 Mitarbeiter beschäftigt, die für die Strom- und Erdgasnetze im westlichen Teil des Landkreises und im südlichen Teil des Landkreises Waldeck-Frankenberg zuständig sind. Weitere EAM-Standorte im Landkreis befinden sich in Biedenkopf, Gladenbach und Stadtallendorf.

von Gianfranco Fain

ENERGIENETZ MITTE

Die EnergieNetz Mitte GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der rekommunalisierten EAM GmbH & Co. KG. Die Unternehmensgruppe versorgt rund 1,5 Millionen Menschen mit Energie. Das Netzgebiet umfasst mehr als 11500 Quadratkilometer in Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen, Westthüringen und in Rheinland-Pfalz mit mehr als 50000 Kilometern Strom- und Erdgasleitungen. In die Versorgungsnetze, über die jährlich eine Energiemenge von rund 15 Milliarden Kilowattstunden transportiert werden, sind mehr als 200 Stadt- und Landgemeinden eingebunden.

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