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„Alle sind uns sehr dankbar“

Der „Laden“ „Alle sind uns sehr dankbar“

Seit einem Jahr gibt es den „Laden“ in Gladenbach. Kunden und Spender freuen sich über die Arbeit der Freiwilligen in der Kreuzstraße.

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Freuen sich mit ihrem Angebot auf Kundschaft: Die ehrenamtlichen Helferinnen des „Ladens“, der in Gladenbach von der Diakonie betrieben wird.

Quelle: Privatfoto

Gladenbach. „Es kommen Menschen aus allen Schichten zu uns, alle sind sehr dankbar“, erklärt Antje Schwarz, ehrenamtliche Mitarbeiterin im „Laden“. Seit einem Jahr gibt es den Laden bereits, dort gibt es neben Hosen, Jacken und T-Shirts auch Spielwaren und Kinderwagen.

Der vom Diakonischen Werk gegründete Laden bietet diverse Textilien und anderes aus zweiter Hand zu günstigen Preisen an, Menschen mit nachgewiesener Bedürftigkeit bekommen noch einmal 50 Prozent Rabatt auf alles.

Während der Öffnungszeiten mittwochvormittags und freitagnachmittags kümmert sich jeweils ein Team von fünf Freiwilligen um den Verkauf in der Kreuzstraße 4. Antje Schwarz erklärt, dass die geschenkten Kleidungsstücke zunächst sortiert werden, denn eine gute Qualität soll gewährleistet sein. Die Artikel, die in einem ordnungsgemäßen Zustand sind, werden zum Verkauf angeboten.

Spenden in Säcke verpacken – nicht in Kartons

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Angelika Diefenbach wünscht sich, dass der Laden noch bekannter wird, denn Sachen für Babys werden kaum nachgefragt. Ganz anders sieht es mit Ware für junge und schlanke Männer aus. Hosen in Größe 176 bis 188 sind kaum vorhanden, mit Blick auf die steigende Zahl der Flüchtlinge aber stark nachgefragt.

Die Mitarbeiterinnen bitten die Spender, die Artikel in Säcke zu verpacken und nicht in Kartons, da die Entsorgung auf Dauer zum Problem wird. Die Kunden sollen möglichst ihre eigenen Tragetaschen mitbringen.

Dem Leiter des Diakonischen Werks in Biedenkopf, Helmut Kretz, fällt bei seinen Besuchen im „Laden“ stets die angenehme Stimmung auf. Er lobt die engagierten Frauen: „Sie sind eine Visitenkarte für das Diakonische Werk.“ Und nicht nur er. Eine Stammkundin sagt, dass sie sehr froh über den „Laden“ ist, sie wird immer mit Namen begrüßt und alle sind sehr freundlich zu ihr. Diplom-Sozialpädagogin Agnes Protz ergänzt, dass ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Laden“ nicht funktionieren würde. Zumal die Miete ausschließlich über den Verkauf der Artikel finanziert wird.

Größerer „Laden“ nicht bezahlbar

Protz erinnert an die Vorarbeit, die Suche nach einem Laden, die Renovierung und den Aufbau der Einrichtung. Von Anfang an stand das Ziel fest: Den Menschen im Raum Bad Endbach und Gladenbach günstige Kleidung anzubieten.
Da der Laden sehr eng ist, wünschen sich die Mitarbeiter eine größere Verkaufsfläche, was aber mit einer höheren Ladenmiete verbunden wäre und deshalb nicht machbar erscheint. Kretz erklärt allerdings, dass man den „Laden“ noch einen weiteren Tag öffnen könne.

Die bisherigen Öffnungszeiten sind mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr und freitags von 15 bis 17 Uhr. Kleiderspenden werden innerhalb einer Stunde nach den Öffnungszeiten angenommen.

Bei Fragen zum „Laden“, den Nachweis der Bedürftigkeit oder bei Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit ist Agnes Protz Ansprechpartnerin. Kontakt: 06462/6558 oder persönlich jeden Montag von 10 bis 12 Uhr in der Wilhelmstraße 2 in Gladenbach.

von Jannis Kuhl

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