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Adoptivmutter sagt: „Es war die Hölle“

Verhandlung Adoptivmutter sagt: „Es war die Hölle“

Im Januar zeigte ein Ehepaar aus dem Hinterland nach einer erneuten gewalttätigen Auseinandersetzung ihren Adoptivsohn bei der Polizei an.

Marburg. Er soll seine Mutter in den vorangegangenen drei Jahren mehrfach geschlagen haben. Vor dem Marburger Amtsgericht verweigerte das Paar am Montag jedoch jede Aussage.

Bei der Polizei habe das Paar mehrere Vorfälle zu Protokoll gegeben, auf die sich die Anklage bezieht, erläuterte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. So wird dem 21-Jährigen Hinterländer unter anderem vorgeworfen, seine Adoptivmutter kurz nach der Adoption im Jahr 2008 ins Gesicht geschlagen zu haben – weil die 58-Jährige ihm einen Schokopudding angeboten hatte, den „er nicht bestellt hat“, wie es in der Anklage heißt.

Eine Frau habe ihm nichts zu sagen! Mit dieser Begründung ging der junge Mann ebenfalls vor drei Jahren auf seine Adoptivmutter los, weil sie ihn darauf hinwies, dass das Öl in einem Topf zu heiß sei und zu entflammen drohe.

„Ich will ihm nichts verbauen. Es ist alles verziehen. Wir hassen ihn nicht“, erklärte die 58-Jährige Hinterländerin vor Gericht. Daher verweigere sie jede Aussage. Kontakt zum Adoptivsohn habe das Paar heute nicht mehr.

von Patricia Kutsch

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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