Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Abschied nach zehn Jahren

Verabschiedung Abschied nach zehn Jahren

Nach zehn Jahren verlässt Pfarrer Christian Krüger zum 31. August dieevangelische Kirchengemeinde Gönnern. Am 1. September übernimmt er eine Pfarrstelle in Groß-Karben.

Voriger Artikel
Gladenbacher kommt zu Weltruhm
Nächster Artikel
Fünf Mal wird noch "Eingefädelt"

Pfarrer Christian Krüger verlässt nach zehnjähriger Tätigkeit die evangelische Kirchengemeinde Gönnern und tritt eine Pfarrstelle in Groß-Karben an. Foto: Helga Peter

Gönnern . Am Sonntag wird Pfarrer Christian Krüger um 14 Uhr in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang im evangelischen Gemeindehaus verabschiedet. Für Pfarrer Krüger, der aus Frankfurt stammt, dort und in Heidelberg Theologie studierte, war Gönnern seine erste Station nach seinem Vikariat in Heppenheim.

Die Pfarrstelle war als Dreiviertelstelle ausgelegt und mit einem Zusatzauftrag (25 Prozent) in Niedereisenhausen versehen, wo Pfarrer Krüger für die Arbeit mit Kindergarten, Kindergottesdienst und Kinderbibeltagen betraut war.

Nicht alles ist geglückt

Die evangelische Kirchengemeinde Gönnern zählt etwa 900 Mitglieder. Durch die neue Pfarrstellenbemessung sei diese Pfarrstelle nun auf eine halbe Stelle reduziert worden, berichtete Pfarrer Krüger. Dies habe ihn veranlasst, sich nach einer anderen Pfarrstelle umzusehen, die er in Groß-Karben zum 1. September antreten wird. Gönnern habe er als eine schöne Gemeinde empfunden, die ihm der damalige Propst Michael Karg in einem Gespräch vorgeschlagen habe. Die Gottesdienste seien ihm ein Anliegen gewesen und dies ganz besonders an den Festtagen. So habe er die Feier einer Osternacht eingeführt und am Karfreitag einen Kreuzweg mit verschiedenen Stationen gestaltet. Auch seien mit den Nachbargemeinden Oberhörlen und Obereisenhausen gemeinsame Veranstaltungen ins Leben gerufen worden, zum Beispiel ein Gottesdienst am Pfingstmontag am „Helgesberg“. Auch die Waldweihnacht habe zu diesen besonderen Gottesdiensten gehört. Etwas Besonderes sei sicher auch der Kindergartengottesdienst gewesen, den er einmal monatlich zusammen mit den Kindern und Erzieherinnen gefeiert habe.

Von den Gemeindemitgliedern habe er viel Unterstützung erfahren und der Umgang miteinander sei stets offen gewesen. So sei ein Besuchsdienst eingerichtet worden, den viele Mitarbeiter mittragen. Gleichwohl bedauert Pfarrer Krüger, dass die Einrichtung eines Jugendkreises nach zweimaligem Anlauf nicht so recht gelungen sei.

In Gönnern seien in den kirchlichen Kreisen die Frauen aktiv und die Männerarbeit, die er ebenfalls gerne umgesetzt hätte, sei eher im Hintergrund geblieben. Dabei erinnert er sich gerne an zwei gelungene Projekte im Zusammenhang mit „Vater-Kind-Tagen“ mit Ausflügen und Aktionen. Privat ist Pfarrer Krüger gern zu Fuß unterwegs.

Hobby: Wandern

Das Wandern ist ein Hobby des 40-jährigen Theologen, das er während seiner Tätigkeit in Gönnern gerne mit seinem Amt verbunden hat. So habe er Gemeindewanderungen organisiert in die ferne und nähere Umgebung, an denen bis zu 20 Personen teilgenommen haben. Für seine seelsorgerische Tätigkeit sei dies zudem eine Möglichkeit gewesen, ins Gespräch zu kommen. Auf Dekanatsebene arbeitete Pfarrer Krüger als Kindergottesdienstbeauftragter und organisierte die Lutherfeste.

Krüger wünscht der Kirchengemeinde, dass bald wieder ein Pfarrer für sie zuständig ist und dass sich Personen finden, die den Kirchenvorstand in der Vakanz unterstützen. Denn auch in der Gemeinde stehen in naher Zukunft mit der Erneuerung des Kirchenaufgangs und eines Vordachs über dem Kircheneingang Projekte an, die geschultert werden müssen und für die der scheidende Pfarrer bereits Vorarbeit geleistet hat. Während seiner Amtszeit sei das Gemeindehaus energetisch saniert, renoviert und mit einer Solaranlage versehen worden. Auch konnte 2011 eine Kinderkrippe eröffnet werden, die zehn Plätze für Ein- bis Dreijährige vorhält.

von Helga Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr