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Abrissbagger stehen in Wartestellung

Neuer Markt in Planung Abrissbagger stehen in Wartestellung

Noch ist nichts spruchreif, aber am Kirchbergcenter stehen große Veränderungen an: Für den abgewanderten Tegut gib‘s potenzielle Nachmieter, neben Aldi soll ein großer Markt entstehen.

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Wo jetzt noch Baumaterial lagert, soll bald ein neuer Markt entstehen. Im oberen Bild ist links das für den Abriss vorgesehene alte Schlachthofgebäude zu sehen. Im Hintergrund des unteren Bildes sieht man die bestehenden Gebäude des Kirchberg-Centers.Foto

Gladenbach. Ende November schloss im Kirchberg-Center der Tegut-Markt. Seither brodelt in Gladenbach die Gerüchteküche. Bereits vor Weihnachten fanden auf dem Areal zwischen Schlachthausweg, Bornsbachstraße und dem bestehenden Geschäfte-Areal Vermessungsarbeiten statt, zum einen wegen anstehender Neuplanungen, zum anderen wegen vorgesehener Abbrucharbeiten.

Dem Vernehmen nach soll noch in diesem Jahr das ehemalige Schlachthaus abgebrochen werden. Gebäude und das dazugehörige Gelände werden zurzeit noch von einem Bauunternehmen genutzt, das womöglich ins angrenzende Industriegebiet umziehen wird.

Es gebe mehrere Interessenten für den Bau eines neuen Marktes, noch sei aber nichts in trockenen Tüchern, sagte Sven Burk gestern im Gespräch mit der OP. Ihm gehört der größte Teil des betreffenden Geländes, und er ist Vermieter der Gebäude des Kirchberg-Centers. „Wir wollen einen starken und verlässlichen Partner“, betonte er.

Der Schwerpunkt des Marktes soll auf Lebensmitteln liegen. Damit soll die Lücke geschlossen werden, die Tegut seit der Schließung seiner Filiale - Ende November vergangenen Jahres - in Gladenbach hinterlassen hat.

Burk gehört auch das Gebäude, in dem Tegut seit 1994 Mieter ist. Der Mietvertrag wäre ursprünglich erst zum 31. Oktober dieses Jahres ausgelaufen. Nun haben sich beide Parteien aber auf die Beendigung des Mitverhältnisses zum 31. März dieses Jahres geeinigt. Das bestätigte Sven Burk gestern. Nicht bestätigen wollte er hingegen Gerüchte, dass seine Mieter NKD und Deichmann in das Tegut-Gebäude umziehen wollen. Für die neue Nutzung des Gebäudes gebe es aber konkrete Pläne, und die könnten nun angepackt werden, freute sich Burk.

Weniger erfreulich verliefen im vergangenen Jahr die Verhandlungen mit Tegut. Wegen stark zurückgegangener Umsätze wollte das Unternehmen eine Mietminderung erreichen, das vorgelegte Angebot bezeichnet Sven Burk damals als „Exit-Strategie“, mit dem Ziel, sich aus Gladenbach zurückzuziehen. Das Angebot sei für ihn nicht akzeptabel gewesen und habe ihm auch keine Perspektive geboten, betonte er seinerzeit.

Tegut hingegen monierte, dass angekündigte Verbesserungen und Investitionen nicht umgesetzt worden seien. Für die meisten Nachbarn hat sich die Schließung von Tegut negativ auf die Umsätze ausgewirkt. Der sehnlichst erwartete neue Anbieter eines Lebensmittel-Vollsortimentes soll die verlorengegangene Kundschaft wieder zurückholen.

Womöglich wird das neue Marktgebäude auf Ständer gestellt und so dem Gelände-Niveau des Aldi-Parkplatzes angeglichen. Auch über die Verkehrsanbindung eines neuen Marktes macht man sich an maßgeblicher Stelle Gedanken. „Wir sind in Gesprächen“, versicherte Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber.

Außer den laufenden Planungen gibt es sichtbare Bewegung im Kirchbergcenter: Das dort lange beheimatete chinesische Restaurant ist in die Räume der Gaststätte Petersburg in Weidenhausen umgezogen und eröffnet heute seine Pforten.

Die alten Räume an der Ecke Adolf-Theis-Straße/Kirchbergstraße werden derweil umgebaut. Dort soll ein Zahnarzt-Center entstehen.

von Hartmut Berge

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