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„Ablösesumme“ für Angestellten verursacht Ärger

Personalbesetzung „Ablösesumme“ für Angestellten verursacht Ärger

Als „ völlig unakzeptabel“ bezeichnet der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Waßmuth die „Zahlung einer Ablösesumme für den Wechsel eines Angestellten“ aus Weimar in das Rathaus Lohra.

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Quelle: Archivfoto

Lohra. In der Verwaltung der Gemeinde Lohra vollzieht sich ein Umbruch bei der Personalbesetzung, da viele altegdiente Mitarbeiter in Vorruhestand oder in Pension gehen. Nun ist eine neue Stelle besetzt worden, doch die Entscheidung des Gemeindevorstands sorgt für Unmut beim CDU-Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretung. Alle Bürgermeister im Lande redeten von interkommunaler Zusammenarbeit, um effektiver Arbeiten zu können, da sei es „nicht hinnehmbar“, dass die Gemeinde Weimar für den Wechsel eines Mitarbeiters in das Rathaus Lohra, „eine Ablösesumme gefordert habe und die Gemeinde Lohra 6.500 Euro dafür überweise“, sagt Werner Waßmuth.

„Ich hoffe nicht, dass die Gemeinden künftig ihre Mitarbeiter sich gegenseitig abkaufen“, so Waßmuth weiter. Die Begründung, der Gemeinde Weimar seien Ausbildungskosten entstanden, seien moralisch nicht haltbar. Wenn ein junger Mitarbeiter sich verbessern könne, müsse man ihn gehen lassen, meint Waßmuth. Zu den Vorwürfen will Weimars Bürgermeister Volker Muth nichts sagen, da es sich um eine Personalangelegenheit handelt. Auch der Mitarbeiter um den es geht, will sich gegenüber der OP nicht äußern. Als „nicht unüblich“ bezeichnet dagegen Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, die Erstattung von Ausbildungskosten für die es vom kommunalen Spitzenverband allerdings „keine generelle Empfehlung“ gibt.

von Gianfranco Fain

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