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Windräder auf dem Weißenberg

Ab Oktober soll der Strom fließen

Im Oktober sollen die sechs Windkraftanlagen des Typs Enercon 115 auf dem Weißenberg Strom ins Netz einspeisen: ein ambitionierter Plan für das 32-Millionen-Euro-Projekt.
Am Standort 5 erläuterten die Projektierer den Vertretern der Gemeinde Dautphetal den Baufortschritt des Windparks Weißenberg.

Am Standort 5 erläuterten die Projektierer den Vertretern der Gemeinde Dautphetal den Baufortschritt des Windparks Weißenberg.

© Silke Pfeifer-Sternke

Silberg. Seit dem Baubeginn des Windparks ist auf dem Weißenberg einiges passiert. Die Rodungsarbeiten sind abgeschlossen, alle Wurzelstöcke beseitigt. Um die sechs Windrad-Standorte wurden insgesamt 10 Kilometer Zaun gezogen.

Diese Vorschrift sei zum ersten Mal in Biedenkopf von der Oberen Forstbehörde verlangt worden und diesmal wieder ein Muss, weil man den Projektierern nicht ganz vertraue. Man wolle verhindern, dass außerhalb der genehmigten Zone gearbeitet wird, erklärte Michael Koch, Geschäftsführer der Windpark Weißenberg GmbH, den Vertretern der Gemeinde, die sich am Montag vor Ort ein Bild über den Baufortschritt machten.

Wenn die Arbeiten noch weiter fortgeschritten sind, plant der Projektierer, die Hermann Hofmann Gruppe aus Solms-Niederbiel, einen Tag der offenen Tür, damit sich auch die Bevölkerung ein Bild von dem 32-Millionen-Euro-Vorhaben machen können.

Einfahrt erfordert neue Planungen

Für die Erdarbeiten waren acht Bagger parallel im Einsatz. Derzeit werden die Zuwegungen zu den Windenergieanlagen 2, 3, 4, 5, 6 präpariert, und zwar so, „dass sie für die kommenden 20 Jahre befahrbar sind“, erklärte Koch.

Auch musste die Einfahrt zu dem Windpark neu geplant werden, da die ursprünglich vorgesehene auf der Kuppe aufgrund der möglichen Gefährdung von Hessen Mobil verworfen wurde. Letzte Woche wurde dann die Genehmigung für die neue Einfahrt erteilt, sodass umgehend mit der Umsetzung begonnen werden soll.

In Kürze sollen dann die Fundamente für die sechs Anlagen des Typs Enercon E 115 gegossen werden. Koch plant, dass Anfang April der Beton fließt. Am Standort 4 wird damit begonnen. Die vorbereitete Grube für das großflächige Fundament ist fast fertig, und mit den eigentlichen Fundament-Arbeiten soll diese Woche begonnen werden.

Auch der Baufortschritt am Standort 3 ist relativ weit fortgeschritten, sodass dort als nächstes das Fundament gegossen wird. Zum Fundament-Bau sind zwei Firmen gleichzeitig im Einsatz, um nicht in Verzug zu geraten. Mitte Mai soll mit dem Kranbau begonnen werden, weil dann auch die ersten Turmteile angeliefert werden. Der Kran wird vor Ort zusammengebaut, nach der Montage der Gondel wieder abgebaut und zum nächsten Standort transportiert.

Jährlich rund 41,4 Millionen Kilowattstunden Strom

Wie Koch versicherte, wurden fast alle Bauarbeiten an heimische Firmen vergeben, damit eine möglichst große Wertschöpfung in der Region bleibt. Man habe absichtlich eine relativ kurze Bauzeit ins Auge gefasst – Bürgermeister Bernd Schmidt sprach diesbezüglich auch von einer sportlichen Leistung – um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, erklärte Koch. Derzeit zeigen sich zwar an den Baustellen die starken Eingriffe, später biete sich aber ein besseres Bild. „Die Natur holt sich das wieder zurück. Das zeigt die Praxis“, sagte Schmidt.

Die Windpark Weißenberg GmbH geht davon aus, dass die sechs Anlagen jährlich rund 41,4 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das reicht aus, um bis zu 10  000 Haushalten mit vier Personen mit Energie zu versorgen.

Nach der Fertigstellung und mit der Inbetriebnahme ist laut Bürgermeister Schmidt vorgesehen, 50 Prozent der Anteile der Windpark Weißenberg GmbH auf die Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH, eine Gesellschaft mit Beteiligung von zwölf Kommunen aus der Region sowie auf eine Bürgergenossenschaft zu übertragen. Auf diese Weise können sich die Bürger voraussichtlich im Frühjahr 2017 am Windpark beteiligen, und Schmidt hofft, dass damit die Akzeptanz erhöht wird. Die Weichen dafür seien bereits gestellt, bestätigte Schmidt.

Zudem kann die Gemeinde mit langfristigen Einnahmen aus dem Windpark rechnen, nachdem das hessische Umweltministerium plant, Kommunen, deren Gemarkungsgrenze maximal einen Kilometer von einer Windenergieanlage auf Staatswaldgebiet entfernt liegen, mit rund 20 Prozent der Pachteinnahmen zu beteiligen.

Im Windpark Weißenberg liegen zwar fünf Standorte in der Gemarkung, diese befinden sich aber nicht im Eigentum der Gemeinde. Auf diese Weise fließt weiteres Geld in die Gemeindekasse.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
Die Grube, die mit Beton für das Fundament verfüllt wird, ist bereits fertig. Foto: Silke Pfeifer-Sternke
 

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