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Ab 2014 könnten sich Windräder drehen

Gemeindevertretersitzungt Ab 2014 könnten sich Windräder drehen

Einstimmig beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Planungsauftrag für die Errichtung von Windenergieanlagen in den Gemarkungen Erdhausen und Mornshausen an "BürgerWind".

Gladenbach . Einigkeit herrschte am Donnerstagabend unter den Gladenbacher Parlamentarier darüber, einen Planungsauftrag für die Windenergieanlagenstandorte Erdhausen und Mornshausen/S. zu erteilen. Der Planungsauftrag beinhaltet sämtliche erforderlichen Planungsleistungen einschließlich der Erstellung aller Unterlagen für den Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG).

Mit diesem Beschluss wird der Magistrat der Stadt beauftragt, die näheren Details mit dem Auftragnehmer zu verhandeln. Die Beauftragung erfolgt unter Vorbehalt eines noch zu beschließenden endverhandelten Auftrags.

Im Fokus: StandortRachelshausen Römershausen

Seitens der Gemeinde Lohra war angeregt worden, einen interkommunalen Windpark zu errichten (die OP berichtete), so die Erläuterungen des Beschlussvorschlages. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind an dem betreffenden Standort auf Gladenbacher Gebiet keine genehmigungsrechtlichen Schwierigkeiten zu erwarten. Der Magistrat der Stadt Gladenbach habe vor Kurzem den Auftrag für verschiedene ergänzende Untersuchungen in der Gemarkung Erdhausen (avifaunistische Zusatzuntersuchung, Logistikgutachten sowie eine Netzverträglichkeitsprüfung) erteilt.

Nach wie vor, so Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim, stehe für die Stadt aber der Windstandort Rachelshausen/Römershausen im Fokus. Mit diesem Planungsauftrag, so Knierim weiter, solle die grundsätzliche Eignung dieser Areale festgestellt werden. In der Gemeinde Lohra seien avifaunistische und auch andere Untersuchungen bereits weit gediehen, sodass durch einen Zusatzauftrag für die Flächen in Mornshausen/S. und Erdhausen, die unmittelbar an die der Gemeinde Lohra angrenzen, sich eine Entwicklung kostengünstiger darstelle. So müsse lediglich noch der Monat Mai als Beobachtungszeitraum in die Untersuchungen einfließen.

Stadt will die Fäden inder Hand behalten

Da sich sämtliche für die Stadt Gladenbach infrage kommenden Windkraftstandorte an den Grenzen zu den Nachbarkommunen befinden, hätten bereits zahlreiche Gespräche auf interkommunaler Ebene stattgefunden, um bei dem Thema „Windkraft“ gemeinsam vorzugehen.

Konkrete Planungsabsichten gäbe es zurzeit nur für die Standorte Erdhausen/Mornshausen sowie Römershausen/Rachelshausen. Sollten die Voruntersuchungen an diesen Standorten zu einem positiven Ergebnis führen, sei noch in diesem Jahr mit einer konkreten Antragsstellung für die Errichtung von Windkraftanlagen an den betreffenden Standorten zu rechnen.

Bei einem erfolgreichen Ausgang des Genehmigungsverfahrens könnten dann im Laufe des Jahres 2014 auch im Stadtgebiet Gladenbach die ersten Windkraftanlagen errichtet werden. Weitere Details hinsichtlich der noch zu gründenden Betreibergesellschaften für die Windkraftanlagen, gerade auch im Hinblick auf ein mögliche Bürgerbeteiligung, müssten zum gegebenen Zeitpunkt noch geklärt werden, führte der Bürgermeister aus.

Durch ein aktives Handeln würde die Stadt Gladenbach selbst die Fäden in der Hand behalten, sodass hier durch rein profitorientierte Akteure kein Wildwuchs an Windenergieanlagen entstehen könne.

Bei einer Enthaltung stimmten die Stadtverordneten dem Planungsauftrag einstimmig zu.

von Klaus Peter

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