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750 Wanderer haben viel Spaß

Grenzgang 750 Wanderer haben viel Spaß

Es ist vollbracht: Die Engelbacher haben ihre zweitägige Grenzbegehung aus Anlass der 777-Jahrfeier bewältigt. An beiden Tagen waren rund 750 Menschen unterwegs.

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Der Lindwurm der Wanderer marschierte auch auf die Treisbacher Grenze zu.

Quelle: Richard Kempe

Engelbach. Auf das erste Teilstück begaben sich am Donnerstag rund 500 bestens gelaunte Menschen. Nach kurzer Begrüßung durch Ortsvorsteher Eckhard Müller und Hauptorganisator Rainer Busch und dem Signal „Sammeln“ von Bernd und Siggi, bei den Parforcehornbläsern in Marburg organisiert, ging es vom Dorfgemeinschaftshaus aus auf den Weg. Vornweg die Burschenschaft mit der Engelbach-Fahne und den Reiterfreunden aus dem Ort durch das festlich geschmückte Dorf über den Hofacker in Richtung Kurhessengrenze. Am Grenzstein 196, der Hessen Darmstadt von Hessen Cassel trennte, warteten die Nachbarn aus Treisbach. Dessen Ortsbeirat begrüßte die Wanderer aus dem Biedenkopfer Stadtteil und Treisbachs Burschenoberst Marcel Wagner schenkte zahllose Schnäpschen aus.

Nach kurzem Aufenthalt ging es dann querbeet weiter über den „Ebbegarten“ und die „Bergwiesen“ zum Frühstücksplatz. Dort hatten sich unter anderem schon Grenzgangsreiter aus Buchenau und Biedenkopf eingefunden. Aber auch viele Ehemalige hatten den Weg in die alte Heimat gefunden.

Rund zwei Stunden dauerte das Waldfest, ehe die Bläser wieder zum Aufbruch riefen und sich der Zug zum Rückmarsch über das „Aarnest“, den „Saustall“ und die „Peterswiesen“ in Richtung Engelbach aufmachte.

Beim Aufbruch zur zweiten Etappe war es gestern Morgen spürbar kühler als am Vortag, als Ortsvorsteher Eckhard Müller und Organisator Rainer Busch die etwas spärlicher strömenden Teilnehmer zum Start auf die finalen neun Kilometer willkommen hießen.

Außer erneut zahlreichen „Eingeborenen“ und Ehemaligen sowie ansehnlichen Abordnungen aus den Nachbarorten, vor allem aus Dexbach und Treisbach, war Landrätin Kirsten Fründt zum Mitwandern angereist. Insgesamt gingen an diesem Tag ungefähr 250 Lauffreudige jeden Alters „an die Grenze“.

Freigegeben hatte die Grundschule Engelbach denen, die mitlaufen wollten, die anderen hatten Unterricht, durften aber beim Abmarsch am Zaun des Schulhofes Spalier stehen.

Der Zug setzte sich pünktlich Richtung Norden in Bewegung, die Burschenschaft „Waldeslust“ mit den Fahnenträgern voran, gefolgt von den einheimischen Reiterfreunden. Am Fuße des Engelbergs ging es in die Gemarkung und schon recht bald ziemlich steil auf teils unbefestigten Wegen „querwaldein“ über das „Hühnernest“ hinauf zum Wehrholz. Dann über die Eifaer der Münchhäuser Grenze zu, wo an der Otterhecke, einer hübschen Lichtung, der Frühstücksplatz eingerichtet war.

Der Heimweg wurde nicht ganz so schweigend wie der Anstieg am Morgen bewältigt und dauerte dementsprechend etwas länger. Abgesehen von einigen Blasen an Füßen und anderen Kleinigkeiten, hatten die Rotkreuzler von der Bereitschaft Biedenkopf erneut keine größeren Einsätze. Kurz vor 15 Uhr waren die meisten wieder in Engelbach: einige strebten schnurstracks der Schutzhütte zu, um nichts vom zünftigen Abschluss zu versäumen.

von Richard Kempe

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