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3,58 Millionen Euro weniger Überschuss

Windenergie 3,58 Millionen Euro weniger Überschuss

Durch das langwierigeGenehmigungsverfahren für den Windpark am Hilsberg verliert Bad Endbach innerhalb von 20 Jahren 3,58 Millionen Euro.

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Die Standorte 1, 2, 4, 5, 6 befinden sich noch in der Genehmigungsprüfung durch das Regierungspräsidium Gießen.Grafik: Alexander Pavlenko

Bad Endbach . Eigentlich war die Gemeinde Bad Endbach davon ausgegangen, dass der Windpark am Hilsberg in diesem Jahr realisiert ist und dass der selbst erzeugte Strom ab Oktober 2013 ins Netz eingespeist wird. Das Genehmigungsverfahren zieht sich allerdings in die Länge. Der avisierte Termin für die Genehmigung zum Bau der geplanten fünf Windkraftanlagen ist bereits verstrichen. Eigentlich hatte die Gemeinde im Januar mit der Baugenehmigung gerechnet.

Kämmerer Markus Schäfer geht nach der Verzögerung aber nicht mehr von allzu großen Schwierigkeiten aus, zumal mit dem Nabu Hessen längst eine Einigung erzielt worden ist. Dennoch hat sich die Kalkulation geändert: Der für die Laufzeit von 20 Jahren prognostizierte Überschuss von 14,9 Millionen Euro reduziert sich um 3,58 Millionen Euro auf 11,32 Millionen Euro.

Als Ursache gibt der Kämmerer höherer Investitionen an sowie einen niedrigeren Windertrag. Bei der ursprünglichen Kalkulation wurde der Windindex 2005/2006 zugrunde gelegt, bei dem der Windertrag der zurückliegenden 30 Jahre berücksichtigt wurde. In den Windindex 2011 flossen lediglich die vergangenen verhältnismäßig windschwachen 15 Jahre ein.

Um das Projekt Windpark am Hilsberg abzuschließen, muss die Gemeinde zudem noch 1,45 Millionen Euro bereitstellen. Mit diesem Betrag werden die Baukosten für den Windpark finanziert sowie die Erzeugung und Vermarktung der Windenergie. Die Gesamtinvestition für den Windpark beträgt 25,35 Millionen Euro.

Der Windpark mit den Enercon E-101-Anlagen soll von den Betriebsleitern beziehungsweise den Mitarbeitern der Verwaltung geleitet werden. Durch die interne Verrechnung kommt deren Einsatz wiederum dem Haushalt 2013 der Gemeinde mit einem Plus von 45000 Euro zugute. In den Folgejahren bedeutet die Verrechnung der Arbeitsleistung ein Plus von 185000 Euro für den Haushalt. Als weiteres Projekt plant die Gemeinde den interkommunalen Windpark „Lahn-Dill-Bergland Mitte“. Zusammen mit den Nachbargemeinden Bischoffen und Siegbach soll das Projekt realisieren werden. Mit dem Bau des Windparks und mit der Einspeisung des Stroms ins Netz rechnet Bürgermeister Schäfer im kommenden Jahr.

von Silke Pfeifer-Sternke

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